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Handball: Erster Punktverlust für Magdeburg
Der SC Magdeburg hat in der Handball-Bundesliga völlig überraschend den ersten Punktverlust hinnehmen müssen. Nach einem makellosen Start mit vier Ligasiegen und zwei Erfolgen in der Champions League kam der Vizemeister am Samstagabend beim ersatzgeschwächten HC Erlangen über ein 31:31 (11:16) nicht hinaus. Damit ist nur noch der THW Kiel ohne Punktverlust, der Rekordmeister spielt am Sonntag (18.00 Uhr/Dyn) beim SC DHfK Leipzig.
"Das war ein Wechselbad der Gefühle. Speziell das Ende der ersten Halbzeit hat uns um ein besseres Ergebnis gebracht", sagte Magdeburgs Trainer Bennet Wiegert bei Dyn: "Aber ich weiß auch, dass wir mit dem 31:31 leben müssen. Das fühlt sich extrem taff an, weil wir extrem viel investiert haben."
Zwei Tage nach dem hart erkämpften 22:21 beim FC Barcelona waren Magdeburg die Strapazen der Auswärtsreise deutlich anzumerken. Der Champions-League-Sieger fand überhaupt nicht in die Partie und lag schnell mit 2:6 in Rückstand. Wiegert forderte in einer Auszeit nach 20 Minuten "mehr Teamwork", doch es wurde nicht besser.
"Das war von uns allen in allen Bereichen zu wenig", kritisierte Gisli Kristjansson in der Pause bei Dyn. Immerhin: In der zweiten Halbzeit kam etwas mehr Schwung in die Magdeburger Bemühungen, beim 19:20 stellte der Favorit um Ausnahmespieler Omar Ingi Magnusson den Anschluss her. Doch Erlangen kämpfte und baute den Vorsprung wieder auf drei Tore aus. Erst sechs Minuten vor Schluss schaffte Magdeburg den Ausgleich (27:27).
In der hektischen Schlussphase hatten beide Teams Chancen auf den Sieg, Magdeburg verpasste es jedoch, in Führung zu gehen. So belohnte sich Erlangen vor 5003 Zuschauerinnen und Zuschauern in Nürnberg immerhin mit einem Punkt. Marek Nissen war mit zehn Toren der herausragende Werfer der Franken. Bei Magdeburg ragte Magnusson mit elf Toren heraus, konnte den Punktverlust aber nicht verhindern.
J.Bergmann--BTB