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Wie im "schlechten Film": Sosna mit Kritik nach Diskus-Finale
Im Diskusfinale der Leichtathletik-WM fühlte sich Mika Sosna wie in einer billigen Komödie - selbstverständlich ohne Happy End. "Es war wie in einem schlechten Film", sagte der deutsche Werfer im Gespräch mit Sport1, nach dem vom Regen beeinträchtigten Wettkampf in Tokio richtete er harte Worte an den Ausrichter.
"Viele Athleten haben sich danach extrem darüber beklagt, wie man eine Weltmeisterschaft unter diesen Bedingungen durchführen kann", sagte Sosna. Am Finaltag hatte der Himmel über der japanischen Hauptstadt seine Schleusen geöffnet, die sintflutartigen Regenfälle hatten neben einer großen Verspätung und langen Pausen auch für massenweise kuriose Bilder bei der letzten Männer-Entscheidung gesorgt.
"Wir können alle froh sein, dass sich niemand schwer verletzt hat", sagte Sosna, dessen Mitstreiter auf der grauen Betonplatte beinahe reihenweise zu Boden gegangen waren, "jeder Schritt war riskant, jeder Versuch ein Balanceakt".
Halbwegs reguläre Bedingungen konnten auch die zahlreichen Helfer mit unzähligen Handtüchern nicht schaffen. In den Wassermassen von Tokio seien "sämtliche Regeln über den Haufen geworfen" worden, erzählte Sosna, "man durfte mit Straßenschuhen werfen, andere tapten ihre Schuhe, jeder improvisierte". Er selbst probierte es mit der "Socken-Taktik", das Kleidungsstück zog er sich über die Wettkampfschuhe.
Als sonderlich hilfreich auf dem klatschnassen Beton erwies sich allerdings auch das nicht, mit nur 58,60 Metern wurde der 22-Jährige lediglich Elfter und damit Vorletzter. "Bei mir hat nichts davon funktioniert", sagte Sosna, in der Qualifikation hatte er die Scheibe immerhin noch gut sechs Meter weiter geschleudert: "Ich bin damit total überfordert gewesen". Der Schwede Daniel Stahl gewann mit 70,47 m WM-Gold.
K.Brown--BTB