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Skispringerin Ström holt Gold vor Prevc - Freitag Siebte
Selina Freitag Siebte, Agnes Reisch Neunte: Die deutschen Skispringerinnen haben nach einem verpatzten ersten Durchgang die erhoffte Olympia-Medaille von der Normalschanze verpasst. Gold ging in Predazzo überraschend an Anna Odine Ström aus Norwegen, die Weltmeisterin Nika Prevc aus Slowenien auf Rang zwei verwies. Nozomi Maruyama aus Japan holte Bronze.
Freitag fehlten nach Sprüngen auf 94,5 und 97,5 umgerechnet gut acht Meter zum Podest. Die deutsche Fahnenträgerin Katharina Schmid, 2018 und 2022 noch mit Silber dekoriert, startete sogar nur mit Rang 16 in das letzte Großereignis ihrer Karriere. Juliane Seyfarth folgte erst auf dem 32. Platz. Schon nach dem ersten Durchgang, als Reisch als beste Deutsche den neunten Rang belegte, war die Medaille quasi unerreichbar.
Nicht zu schlagen war Ström mit Flügen auf 100,0 und 101,0 m. Topfavoritin Prevc verpasste dagegen das fest eingeplante Gold. Damit misslang Teil eins der erwarteten Prevc-Festspiele in Italien: Bruder Domen kann es am Montag an gleicher Stelle besser machen.
Für das DSV-Team endete dagegen eine beeindruckende Serie: Bei der vierten Olympia-Entscheidung der Geschichte stand erstmals keine Deutsche auf dem Podest. Carina Vogt hatte bei der Premiere 2014 Gold gewonnen, danach holte Schmid zweimal Silber.
Bundestrainer Heinz Kuttin hatte sich nach den starken Vorleistungen durchaus mehr erhofft. "Selina und Agnes sind richtig gut drauf, beide haben richtig gute Medaillenchancen", hatte der Österreicher vor dem Wettkampf gesagt. Reisch, Freitag und Schmid hatten in dieser Saison alle schon das Podest erreicht.
R.Adler--BTB