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Klopp mauert: "Das ist nicht der Moment"
"Schattenmann" Jürgen Klopp hat mit Entsetzen auf das niederschmetternde WM-Aus von Bundestrainer Julian Nagelsmann und der deutschen Fußball-Nationalmannschaft reagiert - selbst will er sich aber nicht als Nachfolger ins Gespräch bringen. "Ich verstehe, dass mein Name genannt wird, aber das ist nicht der Moment, darüber zu sprechen - und vor allem nicht mit mir", sagte der Experte von MagentaTV nach der 3:4-Pleite im Elfmeterschießen gegen Paraguay im Sechzehntelfinale von Foxborough.
Die Niederlage ließ ihn ratlos zurück. "Es gibt 500.000 Wege, ein Fußballspiel zu gewinnen. Du musst nur einen finden", sagte Klopp. "Es gab nur ein Ziel, einen Traum, der ist geplatzt. Es war dramatisch. Wir haben nicht funktioniert."
Die DFB-Elf habe "zu wenig kreiert", kritisierte Klopp: "Du musst über die Flügel kommen. Es gibt keine Alternative. Wir wissen alle, wie gut die Jungs spielen können, aber das haben sie nicht auf den Platz bekommen." In drei Monaten, sagte der Fußball-Chef des Red-Bull-Imperiums, "werden wir wieder von Wirtz und Musiala schwärmen, wie großartig sie sind. Aber eben nicht jetzt."
Auch der Kopf habe sicherlich eine Rolle gespielt. "Paraguay hatte die Möglichkeit, etwas zu erreichen", betonte Klopp. "Deutschland hatte den Druck, etwas zu erreichen." Es habe zu wenig Tempoverschärfungen und Konsequenz gegeben. "Jeder im Stadion hat gedacht: Jetzt drehen sie es! Haben wir aber nicht. Wir haben sie vom Haken gelassen."
Das wegen Torhüterbehinderung aberkannte Kopfballtor von Jonathan Tah in der Verlängerung blieb Klopp ein Rätsel: "Wenn dieses Tor irregulär ist, wird Arsenal nicht englischer Meister. Wir gewinnen das Spiel, wenn der Ball drin ist."
Auch strukturell sei frischer Wind nötig, betonte Klopp. "Wir können über den DFB reden. Wir müssen hundertprozentig ein paar Dinge verändern. Da können wir bei der U10 anfangen und ein paar Jahre warten, was oben rauskommt."
B.Shevchenko--BTB