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EU und Kenia wollen Verhandlungen über Freihandelsabkommen abschließen
Die EU und Kenia stehen vor dem Abschluss eines gemeinsamen Freihandelsabkommens. Der für Außenhandel zuständige EU-Kommissionsvizepräsident Valdis Dombrovskis wurde am Montag zu einer feierlichen Zeremonie mit Kenias Präsident William Ruto und Handelsminister Moses Kura zur Besiegelung der Vertragsverhandlungen in Nairobi erwartet. Vorab sprach der Lette von einem "bedeutsamen Tag".
Mit Inkrafttreten des Abkommens sollen die EU-Einfuhrzölle für kenianische Waren wegfallen. Kenia exportiert rund 20 Prozent seiner Produkte in die EU, vor allem Tee, Kaffee und Blumen. Das afrikanische Land wird auf der anderen Seite seinen Markt schrittweise für europäische Unternehmen öffnen.
"Damit sind wir fest auf dem Weg zu einer privilegierten Beziehung, die auf Vertrauen, Regeln und gegenseitigen Chancen beruht", sagte Dombrovskis am Sonntag. EU-Unternehmen hätten in den vergangenen zehn Jahren bereits rund eine Milliard Euro in Kenia investiert, aber es gebe noch großen "Appetit" für einen Ausbau der Geschäfte. Das Freihandelsabkommen schaffe dafür die Voraussetzung.
Für die EU ist es das erste Freihandelsabkommen mit einem afrikanischen Land seit 2016. Die Bemühungen der Europäer stehen auch im Zusammenhang mit dem massiven Engagement Chinas in Afrika vor allem mittels der Finanzierung von Infrastrukturprojekten in den vergangenen Jahren.
K.Thomson--BTB