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Vergleichsportal: Sinkende Energiepreise jetzt auch in der Grundversorgung
Die seit Monaten sinkenden Preise für Strom und Gas schlagen nun auch bei den Grundversorgern durch. Das Vergleichsportal Check24 stellte nach Angaben vom Dienstag seit Anfang September 279 Fälle von Preissenkungen in der Grundversorgung bei Gas und 202 Fälle bei Strom fest. "Gas und Strom in der Grundversorgung bleiben aber weiterhin teuer", erklärte das Unternehmen.
40 Prozent der Gasgrundversorger haben demnach seit dem 1. September ihre Preise im Schnitt um zehn Prozent gesenkt. Dennoch liegen weiterhin drei Viertel der Grundversorgungstarife über dem Niveau der gesetzlichen Gaspreisbremse von zwölf Cent pro Kilowattstunde.
Bei alternativen Anbietern hingegen liegen die Neutarife bereits seit Monaten durchgehend unterhalb der Preisbremse. Ein Musterhaushalt spart durch einen Wechsel aus der Grundversorgung laut Check24 rund 34 Prozent.
Beim Strom hat bislang rund ein Viertel der Grundversorger die Preise gesenkt oder dies angekündigt, wie Check24 erklärte. Die Senkungen betrugen demnach im Schnitt acht Prozent. Der Wechsel zu alternativen Anbietern biete ein Sparpotenzial von 32 Prozent. Auch hier liegt ein Großteil der Angebote seit längerem unter dem gesetzlichen Deckel von 40 Cent pro Kilowattstunde.
Die Energiepreisbremsen greifen seit Anfang des Jahres. Für einen Grundbedarf von 80 Prozent des Vorjahresverbrauchs übernimmt der Staat die Differenz zum Preisdeckel. Die Regelung läuft nach bisherigem Stand Ende Dezember aus, die Bundesregierung will sie bis Ende April verlängern, benötigt dafür aber noch die Genehmigung der EU.
Check24 rät Verbrauchern mit kündbaren, teureren Verträgen - etwa in der Grundversorgung - spätestens zum Auslaufen der Preisbremsen zu günstigeren Anbietern zu wechseln.
E.Schubert--BTB