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Chinas Regierung geht von 5,2 Prozent Wirtschaftswachstum im vergangenen Jahr aus
Die chinesische Wirtschaft ist einer vorläufigen Einschätzung der Regierung zufolge im vergangenen Jahr um 5,2 Prozent gewachsen. Regierungschef Li Qiang sprach am Dienstag beim Weltwirtschaftsforum im Schweizerischen Davos von einer Erholung und verbesserten Lage im Allgemeinen. Mit voraussichtlich 5,2 Prozent Wachstum habe China das "Ziel von rund fünf Prozent übertroffen, das wir uns zu Beginn des vergangenen Jahres gesetzt hatten".
Dieses Ergebnis wäre deutlich besser als die drei Prozent aus dem Vorjahr, als die strengen Corona-Auflagen der chinesischen Behörden die Geschäftsaktivitäten massiv beeinträchtigt hatten. Abgesehen von den Pandemie-Jahren wären gut fünf Prozent Wachstum dennoch der schlechteste Wert seit 1990.
Trotz der Rücknahme der Corona-Auflagen leidet die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt weiterhin unter zurückhaltendem Investitionsverhalten und schwachem Konsum. Hinzu kommen die Probleme des hochverschuldeten Immobiliensektors des Landes sowie eine steigende Jugendarbeitslosigkeit. Offizielle Zahlen für die wirtschaftliche Entwicklung sollen am Mittwoch in Peking vorgestellt werden.
In Davos warb Li beim Weltwirtschaftsforum um Vertrauen in die chinesische Wirtschaft. "Unabhängig davon, wie sich die Weltlage verändert, wird China an seiner grundlegenden nationalen Politik der Öffnung nach außen festhalten", sagte er. "Sich für den chinesischen Markt zu entscheiden, ist kein Risiko, sondern eine Chance."
H.Seidel--BTB