-
Treffen in Kirgistan: Peseschkian dankt Putin für Russlands Haltung zu Iran-Krieg
-
EU-Minister beraten in Irland über Ukraine - Zwölf Tote bei Angriffen auf Kiew und Region
-
Nach Sechsfachmord von Stade: Mutmaßlicher Verkäufer von Waffe in Berlin gefasst
-
Céline Dions Biographin lobt Disziplin der Sängerin
-
Brandenburg: Schäden nach Angriff mit Detonation auf Umspannwerk in Jänschwalde
-
Tausend Jahre nach Tod von Otto dem Großen: Gebeine in Magdeburger Dom beigesetzt
-
Norwegens neuer König Haakon VIII. leistet im Parlament Eid auf die Verfassung
-
"Keine Überreaktionen": Wadephul kündigt maßvolle Reaktion auf Drohnenvorfall in Leipzig an
-
Äußerungen zu queeren Menschen: Gericht lässt Anklage gegen AfD-Abgeordnete teilweise zu
-
"Überraschend stark aufgehellt": Stimmung im Mittelstand deutlich verbessert
-
Norwegens neuer König Haakon VIII. legt vor Parlament Eid auf die Verfassung ab
-
HSV legt nach: Fanliebling Vieira und El Ouahdi kommen
-
Rekordverkauf perfekt: Ansah verlässt Union Berlin
-
Peseschkian: Iran wird Verpflichtungen aus Vereinbarung wieder erfüllen - wenn USA es tun
-
Nach zehn Monaten auf See: Crew der "USS Abraham Lincoln" geht in Thailand von Bord
-
Spannungen mit Hegseth: US-Verteidigungsstaatssekretär Driscoll reicht Rücktritt ein
-
Japans Regierung lockert Regelung für Überstunden - Harte Kritik von Gewerkschaften
-
Letzte Verteidigungswelle: Neue Anklage gegen jugendliche Rechtsextremisten
-
Berichte: Bundesregierung vermutet Russland hinter Drohnenvorfall von Leipzig
-
Umwelthilfe: Politikerinnen und Politiker nutzen wieder stärker Verbrenner-Autos
-
Gedenkort nach CSD-Anschlag: Regenbogenbank in Berliner Tiergarten zerstört
-
EU setzt Fleischimporte aus Brasilien wegen Antibiotika-Regeln aus
-
Frankreich: Politiker würdigen verstorbenen früheren Premierministers Balladur
-
Erneut 22 Männer nach Afghanistan abgeschoben
-
Hoffnung für das DBB-Team: Nyara Sabally im Training
-
Privates Bahn-Unternehmen Velvet erhält Lizenz in Frankreich
-
Preise für Werbung: US-Behörde und 22 Bundesstaaten klagen gegen Amazon
-
Umfrage nach Tod von Harald V.: Rückhalt für Monarchie in Norwegen gewachsen
-
In Frankreich werden Abgaben für Wegwerfmode von Onlinehändlern fällig
-
HSV holt El Ouahdi aus Genk
-
Mann in Mönchengladbach soll Schwägerin getötet haben - Ehefrau in Lebensgefahr
-
Bundesregierung will Einkommensteuerreform am Mittwoch beschließen
-
Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Großes Interesse an Briefwahl
-
Leipzig verpflichtet Stürmer Guiu
-
Fast-Fashion-Händler Shein legt schwaches Börsendebüt in Hongkong hin
-
30 Jahre nach der Tat: Ex-Gang-Boss wegen Mordes an US-Rapper Tupac Shakur schuldig gesprochen
-
Verkauf des Berliner Luxushotels Adlon vorerst geplatzt - Neuer Versuch angestrebt
-
Mieterbund: Steigende Wohnkosten belasten Mehrheit der Mieter
-
Bayern mit Urbig - Musiala vor Comeback
-
Pro Asyl kritisiert Einreisevisa für Taliban - besorgte Äußerungen auch aus SPD
-
Frech und mutig: Vor 50 Jahren feierte Biene Maja Premiere in deutschem Fernsehen
-
Chinesische Staatsmedien: Gedenkfeiern für Sturzflut-Opfer in Tibet abgehalten
-
Preise für Werbung: US-Behörde und 22 Bundesstaaten verklagen Amazon
-
Hausbewohner jagt Marder: Schreie rufen in Niedersachsen Polizei auf den Plan
-
Länderparlamente: Ein Drittel der Abgeordneten sind Frauen
-
China: Leistung von Solaranlagen erstmals höher als Leistung von Kohlekraftwerken
-
Taxifahrer prallt gegen Baumstumpf: Eine Tote und ein Schwerverletzter
-
Zahl der Todesopfer nach Sturzflut im Himalaya auf mehr als 1000 gestiegen
-
NFL: Deutsches Quintett im Practice Squad
-
Dobrindt warnt Koalition vor Auswechslung von Spitzenpersonal nach Landtagswahl
GDL-Streik begonnen - Fronten im Tarifkonflikt mit der Bahn verhärtet
Die Lokführergewerkschaft GDL hat entgegen breiter Kritik ihren fast sechstägigen Bahnstreik begonnen. Seit Dienstagabend stehen die meisten Züge der Frachtsparte DB Cargo still, seit Mittwochfrüh auch im Personenverkehr. Die Fronten im Tarifkonflikt mit der Deutschen Bahn verhärteten sich weiter: Die Bahn rief die Gewerkschafter auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Diese wiesen das jüngste Bahn-Angebot von vergangener Woche jedoch schriftlich als nicht verhandelbar zurück.
Die Bahn teilte am frühen Morgen mit, der Notfahrplan für den Personenverkehr sei wie geplant angelaufen. Im Fernverkehr sollte rund jeder fünfte Zug fahren. Der Regional- und S-Bahnverkehr war ebenfalls stark beeinträchtigt, auch wegen des größeren Marktanteils privater Unternehmen gab es hier regional große Unterschiede. Die Bahn riet dazu, gewählte Verbindungen 24 Stunden vor Fahrtantritt zu überprüfen und für Fernzüge Sitzplatzreservierungen zu buchen.
GDL-Chef Claus Weselsky verteidigte den Arbeitskampf als "verhältnismäßig". Das Bahn-Management sei "beratungsresistent", daher müsse seine Gewerkschaft "länger und auch härter streiken", sagte er im ZDF-"Morgenmagazin". Er verwies insbesondere auf Verhandlungsergebnisse mit anderen Eisenbahnverkehrsunternehmen als "mögliche Kompromisslinie", was die Bahn abgelehnt habe. Eine Einigung und damit ein vorzeitiges Streikende schloss er daher aus.
Knackpunkt der Verhandlungen ist die Forderung der GDL nach einer Absenkung der Wochenarbeitszeit von 38 auf 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich. Mit 18 kleineren Unternehmen hat die Gewerkschaft dies bereits vereinbart: Beginnend ab 2025 und bis Anfang 2028 soll die Arbeitszeit dort schrittweise auf 35 Stunden reduziert werden. Im Gegenzug verzichtete die GDL dort auf Streiks.
Allerdings enthalten diese Tarifeinigungen jeweils eine Vorbehaltsklausel, wonach die Unternehmen bei der Arbeitszeitreduzierung nachverhandeln können, sollte beim Branchenführer DB nicht Ähnliches vereinbart werden. Die Bahn sprach deshalb von einem "PR-Gag". Inhaltlich lehnt sie die geforderte Arbeitszeitreduzierung unter Verweis auf den Fachkräftemangel ab.
Am Freitag zeigte das Unternehmen dennoch erstmals Bereitschaft, über das Thema zu sprechen und bot ein Wahlmodell zur Arbeitszeitreduzierung um eine Wochenstunde ab 2026 an. Die GDL reagierte mit der Streikankündigung in der Nacht zum Montag. Am Dienstag begründete sie ihre Ablehnung in einem Schreiben an die Bahn.
Der Konzern habe sein bisheriges Angebot nur "vermeintlich" verbessert, heißt es darin. Das Wahlmodell sei ein "Etikettenschwindel": Die Arbeitnehmer müssten für die eine Arbeitsstunde weniger pro Woche ab 2026 auf eine Gehaltserhöhung verzichten. Auch gelte das Angebot nur für das Fahrpersonal, nicht für andere Arbeitnehmer im Schichtdienst, und auch nur "wenn es betrieblich darstellbar ist".
Die GDL pocht außerdem auf weitere Punkte, über die die Bahn bislang grundsätzlich nicht reden will, darunter eine Ausweitung der Tarifzuständigkeit auf weitere Bereiche, wo die konkurrierende und weit größere Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) bislang die Verträge verhandelt. Die Bahn verweist hier auf das Tarifeinheitsgesetz.
Mit 144 Stunden im Personen- und 136 Stunden im Güterverkehr ist der Streik der längste GDL-Arbeitskampf bei der Bahn jemals. In der aktuellen Tarifrunde seit Anfang November ist es bereits der vierte: Im November und Dezember untermauerte die Gewerkschaft ihre Forderungen mit einem je eintägigen Warnstreik, im Januar folgte ein dreitägiger Ausstand.
Aus der Politik kam viel Kritik daran. Ein vierter Streik, "ohne dass überhaupt miteinander geredet wird", sei "inakzeptabel", sagte Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) der "Bild". Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) warnte vor "massiven Folgen für den Güterverkehr und die Wirtschaft".
Das arbeitgebernahe Institut der Deutschen Wirtschaft hat den gesamtwirtschaftlichen Schaden des sechstägigen Streiks auf bis zu eine Milliarde Euro beziffert. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) wies Rufe insbesondere aus den Reihen der Unionsparteien nach Änderungen am Streikrecht zurück. Die GDL rief er dennoch zur Mäßigung auf.
M.Ouellet--BTB