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Umfrage: Viele Arbeitnehmer sind häufiger im Homeoffice als erlaubt
Viele Beschäftigte in Deutschland arbeiten laut einer Umfrage häufiger im Homeoffice, als ihre Arbeitgeber offiziell erlauben. Häufig gibt es dazu jedoch inoffizielle Absprachen mit den Vorgesetzten, wie aus einer am Montag veröffentlichten Befragung des Jobportals Indeed hervorgeht. Zudem werden bestehende Regeln zum Arbeiten im Homeoffice häufig nicht kontrolliert.
Befragt wurden laut Indeed 1000 Arbeitnehmer in Deutschland, die mindestens einen Tag pro Woche von zu Hause aus arbeiten. In den meisten Fällen ist demnach die Zahl der Homeoffice-Tage klar festgelegt: Mehr als zwei Drittel der Befragten machten diese Angabe. Etwas mehr als die Hälfte sagte jedoch, dass die Regeln kaum kontrolliert würden.
"In der Praxis entsteht so Spielraum - sowohl für eine flexible Auslegung zugunsten der Mitarbeitenden als auch für das Gegenteil", erklärte Indeed. Mehr als jeder vierte Befragte gab demnach an, dass ihre jeweiligen Vorgesetzten häufig mehr Homeoffice-Tage erlauben, als die Unternehmensvorgaben eigentlich vorschreiben. 13,8 Prozent sagten hingegen aus, dass sie manchmal öfter ins Büro beordert würden als offiziell vorgeschrieben.
Grundsätzlich gibt es der Befragung nach tendenziell viel Unzufriedenheit mit den Homeoffice-Regelungen der Unternehmen. Mehr als jeder zweite Befragte machte diese Angabe. Diejenigen, die frei entscheiden können, wann sie wo arbeiten, sind tendenziell eher zufrieden. Mehr als jede oder jeder zweite Befragte gab zudem an, sich zum Beispiel Arzt- oder Handwerkertermine bewusst auf vorgeschriebene Präsenztage zu legen, um auch an diesen im Homeoffice zu arbeiten.
"Selbst Beschäftigte, die offiziell im Homeoffice arbeiten dürfen, empfinden die bestehenden Regelungen oft als zu starr oder unflexibel", erklärte Stefanie Bickert von Indeed. "Die Folge ist eine stille Erosion der formellen Regeln durch informelle Absprachen mit Vorgesetzten oder die Terminierung von privaten Verpflichtungen auf Präsenztage."
T.Bondarenko--BTB