-
US-Bundesrichter kippt neue Restriktionen für Journalisten im Pentagon
-
Erneuter Großfund in Hamburger Hafen: Ermittler fangen 1,6 Tonnen Kokain ab
-
Bundeswehr: Wehrfähige müssen Auslandsreisen nicht mehr genehmigen lassen
-
Chinas Staatschef bezeichnet Wiedervereinigung mit Taiwan als unausweichlich
-
Extreme Bedingungen: Artemis-Crew nach Mond-Umrundung auf dem Rückweg zur Erde
-
Kircher: Zwayers WM-Nominierung "höchst verdient"
-
74,00 m: Richter kratzt am deutschen Diskus-Rekord
-
Verbraucherschützer: Entlastung bei Stromkosten kommt bei Haushalten kaum an
-
Energiepreise: Kritik an Merz aus der SPD - AWO: Geringverdiener entlasten
-
Iran-Krieg: Trump nennt kritische rechte Kommentatoren "dumme Leute"
-
Wahl in Ungarn: Orban wirft Gegnern Kooperation mit ausländischen Geheimdiensten vor
-
Prozess in Schweden: Mann soll 120 Männern Sex mit seiner Frau verkauft haben
-
Attacke mit Pyrotechnik auf israelisches Restaurant in München
-
Selenskyj fordert Wiederherstellung der Ölsanktionen gegen Russland
-
Wegner fordert schnelle Entlastungen bei Spritpreisen
-
Energiepreisschock: Inflation steigt im März auf 2,7 Prozent
-
44-Jähriger in Nordrhein-Westfalen bei Unfall mit Pyrotechnik tödlich verletzt
-
Myanmar: Ex-Junta-Chef Min Aung Hlaing legt Amtseid als Präsident ab
-
Iran-Krieg: Geschäftsklima der Reisebranche deutlich verschlechtert
-
Weltcupfinale: Debütant Treffinger im Grand Prix Sechster
-
Fünf Scorerpunkte: Überragender Seider führt Detroit zum Sieg
-
US Masters: McIlroy unterstreicht Siegambitionen zum Start
-
US-Kreise: Israel und Libanon wollen nächste Woche in Washington verhandeln
-
Stevens warnt Schalke: "Je länger es dauert, desto schwieriger"
-
NBA: Lakers beenden Niederlagenserie
-
Ginter nach Gala zur WM? "Mache, was ich kann"
-
Eintägiger Streik des Kabinenpersonals der Lufthansa hat begonnen
-
"Nochmal 90 Minuten durchs Feuer": Mainz will ins Halbfinale
-
Dreesen: Kompany "ist das Auge des Sturms"
-
Südamerikaner unterstützen mögliche Infantino-Wiederwahl
-
Kubas Präsident will nicht unter US-Druck zurücktreten
-
Rehlinger fordert staatliche Preisobergrenzen und Mehrwertsteuersenkung
-
Frankreichs Präsident Macron zu Besuch bei Papst Leo XIV.
-
Finanzminister Klingbeil trifft Gewerkschaften und Wirtschaftsverbände
-
AfD-Fraktion berät auf Klausurtagung über Wirtschaft und Soziales
-
Pentagon weist Bericht über "bittere Standpauke" für Vatikan-Gesandten zurück
-
Forderung der USA: Venezuela genehmigt Investitionen privater Bergbaukonzerne
-
Modschtaba Chamenei: Der Iran hat den Krieg "nicht gesucht"
-
Kreise: Israel und Libanon wollen nächste Woche in Washington verhandeln
-
Trump warnt Teheran vor Erheben von Mautgebühren in Straße von Hormus
-
Selenskyj: Ukraine ist bereit für Oster-Feuerpause
-
Ausnahmeregelung: Genehmigungspflicht für Auslandsreisen soll wegfallen
-
Frühe Traumtore: Mainz stößt Tür ins Halbfinale weit auf
-
Der Breisgau träumt: Freiburg erlebt magische Nacht
-
Melania Trump: "Epstein hat mich nicht Donald Trump vorgestellt"
-
US-Kongress: Erneut Antrag gegen Trumps Kriegsbefugnisse gekippt
-
Trump optimistisch über Iran-Abkommen - Israel soll Vorsicht im Libanon zugesagt haben
-
Französischer Rechtspopulist Bardella zeigt sich mit italienischer Prinzessin
-
US-Botschafter weist Vorwurf der Wahl-Einmischung in Ungarn zurück
-
Israel geht weiter hart gegen gegen Hisbollah vor - Sorge um Feuerpause im Iran-Krieg
Debatte um Erbschaftsteuer: CDU warnt vor wirtschaftlichen Folgen
In der Debatte um eine mögliche Reform der Erbschaftsteuer haben CDU-Spitzenpolitiker vor allem vor wirtschaftlichen Folgen gewarnt. Kanzleramtschef Thorsten Frei verwies auf die Situation von Familienunternehmen, für die eine höhere Erbschaftsteuer eine große Belastung beim Generationenwechsel sei. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) lehnte Steuererhöhungen grundsätzlich ab. SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf hatte zuletzt einen einheitlichen Lebensfreibetrag für Erben vorgeschlagen, um mehr Vermögensgerechtigkeit zu schaffen.
Das Thema Erbschaftsteuer sei "hoch komplex", sagte Kanzleramtschef Frei der "Welt am Sonntag". Eine harte Verschärfung könnte Familienunternehmen beim Generationenwechsel "oft zum Verkauf zwingen - ein Investor zum Beispiel mitten im Schwarzwald verlagert womöglich Know-how und Jobs." Die Erbschaftsteuer sei daher "immer auch Strukturpolitik", sagte er weiter. Zudem würden Spekulationen Unsicherheit schaffen. "Unternehmen brauchen aber Planbarkeit."
"Meine grundsätzliche Überzeugung bleibt, dass jede Erhöhung von Steuern dem Standort eher schadet, als nutzt", sagte Wirtschaftsministerin Reiche der "Bild". "Wie bei der sogenannten Reichensteuer oder einer Vermögensabgabe bin ich bei einer Erbschaftsteuer skeptisch, wenn diese dazu führt, dass Unternehmen entscheiden, sich aus Deutschland zurückzuziehen." Gerade in konjunkturell schwierigen Zeiten seien Steuererhöhungen "Gift".
Die Regeln für die Erbschaftsteuer sind umstritten, weil die Steuer häufig auf kleinere Vermögen erhoben wird, während große Vermögen wegen zahlreicher Ausnahmen vor allem für Unternehmenserben oft weitgehend steuerfrei bleiben.
Die Debatte hatte zuletzt Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) mit Äußerungen zu einer möglichen Erbschaftsteuerreform angeheizt. Bei der Vermögensverteilung sei die Frage, "wie man auch da eine größere Gerechtigkeit herstellen kann", sagte er.
Der Koalitionspartner SPD begrüßte dies. Er sehe in einer Erbschaftsteuerreform eine Chance, "dass wir die Überprivilegierung extrem großer Erbschaften und Schenkungen endlich beenden oder zumindest abbauen", sagte Generalsekretär Klüssendorf. Er kritisierte, dass Vermögende derzeit alle zehn Jahre bis zu 400.000 Euro steuerfrei an ein Kind vererben oder verschenken können und schlug daher einen "Lebensfreibetrag" vor.
Der Steuerexperte Stefan Bach vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) begrüßte dies. "Bei einem Lebensfreibetrag von 800.000 Euro für Kinder würde man viele unbedarfte Bürger aus der Erbschaftsteuer herausbekommen, die schlecht planen", sagte er der "Bild". Sehr Wohlhabende, die mehrfach beschenkt werden, müssten hingegen stärker zahlen. Das müsse auch für Firmenerben gelten.
Hintergrund der Debatte ist auch, dass sich die Bundesregierung unter Umständen bald gezwungenermaßen mit dem Thema beschäftigen muss. Beim Bundesverfassungsgericht ist derzeit ein Verfahren anhängig, bei dem es um die Frage der Vereinbarkeit der Begünstigungen für Firmenerben mit dem Grundgesetz geht. Eine Entscheidung wird noch in diesem Jahr erwartet.
F.Pavlenko--BTB