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Telekom nimmt KI-Rechenzentrum in München in Betrieb
Die Deutsche Telekom hat ein für die Anforderungen von Künstlicher Intelligenz (KI) deutlich ausgebautes Rechenzentrum in München in Betrieb genommen. "Mit dem Aufbau der KI-Fabrik im Münchner Tucherpark entsteht ein neuer KI-Hub für Deutschland", erklärte das Unternehmen am Mittwoch. Erste Firmen, etwa der Roboterhersteller Agile Robots oder PhysicsX, das nach eigenen Angaben KI-Lösungen für die Industrie entwickelt, nutzen die Rechenkapazitäten demnach schon.
Mit den bisherigen Kunden ist das Rechenzentrum laut Telekom über ein Drittel ausgelastet. "Wir investieren in KI, in den deutschen Standort und in Europa", erklärte Konzernchef Tim Höttges. "Wir beweisen hier, dass Europa KI kann."
"Hier wurde ein wichtiger Pflock für das deutsche und europäische KI-Ökosystem gesetzt", erklärte Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD). Es sei wichtig, dass Privatunternehmen in Deutschland in Technologien von morgen investieren.
Den Ausbau des Rechenzentrums betrieb die Telekom gemeinsam mit dem Chipentwickler Nvidia. Es basiert auf rund 10.000 Hochleistungschips des US-Unternehmens. Maßgeblich beteiligt an dem Projekt ist auch SAP, das Softwarelösungen beisteuerte.
Anwendungen Künstlicher Intelligenz benötigen enorme Mengen an Rechenleistung. Zugleich verweist die Telekom darauf, dass viele Unternehmen in den vergangenen Jahren geschäftskritische und sensible Daten wieder zunehmend aus der Cloud genommen und lokal gespeichert haben. Die KI-Fabrik werde nun "unter strengen Anforderungen an Datenschutz, Sicherheit und Verfügbarkeit auf deutschem Boden" betrieben.
Zudem soll die Anlage "auf höchste Energieeffizienz" ausgelegt sein und ausschließlich mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben werden. Mit der Abwärme soll das umliegende Wohnquartier mit Wärme versorgt werden.
C.Meier--BTB