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Gewinn von Porsche bricht um 90 Prozent ein - Neuer Chef kündigt "Verschlankung" an
Die Krise beim Autobauer Porsche hat den Gewinn im vergangenen Jahr fast aufgezehrt. Er sank um 91,4 Prozent auf noch 310 Millionen Euro, wie Porsche am Mittwoch mitteilte. Der neue Chef Michael Leiters kündigte an, Porsche werde die Führungsstruktur "verschlanken", Hierarchien abbauen und Bürokratie reduzieren. "Wir nutzen die aktuellen Herausforderungen als Chance."
Gründe für den Gewinneinbruch sind laut Unternehmen das "schwierige Marktumfeld China", die hohen US-Zölle sowie der Strategieschwenk: Porsche hatte stark in E-Autos investiert, fand dafür aber nur wenig Käufer. Daher hatte die VW-Tochter schon im Herbst angekündigt, mehrere vollelektrische Modelle später als geplant auf den Markt zu bringen und stattdessen wieder stärker auf Verbrenner und Hybrid-Wagen zu setzen. Im Januar trat Leiters seinen Posten an.
Die Kosten für den Strategiewechsel bezifferte Porsche auf 3,9 Milliarden Euro, darunter 700 Millionen Euro für die Aufgabe einer eigenen Batterieproduktion. Die US-Zölle schlugen demnach mit rund 700 Millionen Euro zu Buche.
Der Umsatz ging im vergangenen Jahr um 9,5 Prozent im Vorjahresvergleich auf 36,3 Milliarden Euro zurück, die Auslieferungen an die Kunden um rund zehn Prozent auf 279.449 Autos.
Für das laufende Jahr rechnet Porsche mit erneut "sehr herausfordernden Marktbedingungen". In China sei das Luxussegment "weiter unter Druck", die geopolitischen Unsicherheiten sowie die Zollpolitik der USA dürften demnach bestehen bleiben. Potenzielle Auswirkungen der jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten seien nicht berücksichtigt. Porsche rechnet bislang mit einem gleichbleibenden Umsatz von rund 35 bis 36 Milliarden Euro.
R.Adler--BTB