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Ein Toter und dutzende Verletzte bei neuem Zugunglück in Spanien
Zwei Tage nach dem schweren Zugunglück im Süden Spaniens mit mehr als 40 Toten ist es in der Nähe von Barcelona erneut zu einem tödlichen Unfall gekommen. Ein Nahverkehrszug rammte die auf den Gleisen liegenden Trümmer einer eingestürzten Mauer, dabei wurden ein Mensch getötet und dutzende weitere Insassen verletzt, wie die Feuerwehr am Dienstagabend mitteilte. Die Mauer war in Folge eines Sturms und heftiger Regenfälle eingestürzt.
"Eine Stützmauer stürzte auf die Gleise und verursachte einen Unfall mit einem Personenzug", teilte der Zivilschutz der Region Katalonien mit. Der Unfall habe sich etwa 40 Kilometer westlich von Barcelona in der Gemeinde Gelida ereignet.
Es seien ein Mensch gestorben und 37 weitere Insassen verletzt worden, teilte die katalanische Innenministerin Núria Parlon mit. Fünf Menschen schwebten nach ihrer Bergung in Lebensgefahr. Fast alle Verletzten saßen nach Angaben der Rettungskräfte im vordersten Waggon des Zuges.
Bei dem Todesopfer handelte es sich nach Angaben des Betreibers der katalanischen Nahverkehrszüge, Rodalies de Catalunya, um einen Mitarbeiter des Unternehmens. Medienberichten zufolge war es der Lokführer.
Die Rettungskräfte untersuchten die Trümmer des Waggons bis tief in die Nacht, wie ein AFP-Reporter berichtete. Der Aufprall des Zuges auf die Mauerreste hatte den ersten Waggon in eine Masse zusammengepressten Metalls verwandelt.
Es war das zweite Zugunglück in Spanien innerhalb von nur drei Tagen: Am Sonntag war ein Hochgeschwindigkeitszug nahe dem Ort Adamuz im Süden des Landes entgleist und mit einem entgegenkommenden Zug zusammengestoßen, der ebenfalls entgleiste. Dabei starben nach Behördenangaben mindestens 42 Menschen, mehr als 30 Verletzte befinden sich noch im Krankenhaus. Das Unglück ereignete sich auf gerader Strecke, die Ursache war auch am Dienstag weiterhin unklar.
K.Thomson--BTB