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Chile: Ultrarechter Wahlsieger fordert Ende von Maduros "Diktatur" in Venezuela
Chiles künftiger Präsident José Antonio Kast hat zu einem Ende der "Diktatur" des linksnationalistischen Präsidenten Venezuelas Nicolás Maduro aufgerufen. Er würde "jegliche Situation unterstützen, die die Diktatur beendet", sagte der ultrarechte Kast nach einem Treffen mit dem argentinischen Präsidenten Javier Milei in Buenos Aires am Dienstag. Maduro bezeichnete er als "Narko-Diktator".
Als Chiles zukünftiger Präsident plane er nicht, in Venezuela zu intervenieren, betonte Kast, erklärte jedoch zugleich: "Wenn jemand das tun wird, dann sollte klar sein, dass es ein gigantisches Problem für uns und ganz Lateinamerika, ganz Südamerika und sogar für Länder in Europa löst." Wer auch immer versuchen werde, die Situation in Venezuela zu "lösen", werde die Unterstützung Chiles haben.
Kast hatte sich am Sonntag in der Stichwahl um die chilenische Präsidentschaft mit gut 58 Prozent der Stimmen gegen die Sozialdemokratin Jeannette Jara durchgesetzt. Der deutschstämmige Kast, Sohn eines Wehrmachtssoldaten und Vater von neun Kindern, hatte als Favorit gegolten. Wichtigste Themen im Wahlkampf waren die Bekämpfung krimineller Banden und die Einwanderung.
Seit Monaten eskaliert ein Konflikt zwischen den USA und Venezuela. Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump hatte seit September immer wieder Boote angeblicher Drogenschmuggler in der Karibik und im Ostpazifik angegriffen. Dabei wurden mindestens 95 Menschen getötet. Beweise für eine Verbindung der versenkten Boote zum Drogenschmuggel legten Washington nicht vor. Völkerrechtler bezeichnen das Vorgehen als illegal.
Trump beschuldigt Maduro, seine Wiederwahl im Juli 2024 gefälscht zu haben sowie Drogenbanden zu kontrollieren und gezielt gegen die USA einzusetzen. Der vom Westen isolierte Maduro vermutet hinter dem US-Vorgehen hingegen Pläne zu seinem Sturz.
H.Seidel--BTB