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Prozess wegen Anschlagsplänen auf Klinik in Bremerhaven beginnt mit Teilgeständnis
Vor dem Landgericht Bremen hat am Montag ein Prozess gegen zwei Männer begonnen, die einen dschihadistisch motivierten Anschlag auf ein Krankenhaus in Bremerhaven geplant haben sollen. Die Angeklagten sind Onkel und Neffe. Der Anklage zufolge sollen sie vorgehabt haben, viele andere Menschen und sich selbst zu töten. Der jüngere der beiden gestand zum Prozessauftakt teilweise.
Der 19-Jährige sollte laut Staatsanwaltschaft eine selbstgebaute Sprengstoffweste tragen. Die Sprengsätze hätten die Männer in der Wohnung der Mutter des 35 Jahre alten Onkels bauen wollen. Die Frau soll auch damit beauftragt worden sein, die Bestandteile zu beschaffen.
Am Montag wurde nach Angaben eines Gerichtssprechers die Anklage verlesen. Der 19-Jährige habe die Vorwürfe gegen ihn teils bestätigt, bestritten habe er aber einen islamistischen Hintergrund. Der 35-Jährige habe noch nichts gesagt.
Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden Männern Verabredung zum Mord vor. Die mutmaßlichen Pläne scheiterten den Angaben zufolge an fehlendem Geld und am Einschreiten der Ermittlungsbehörden.
Es seien nur drei potenzielle Bestandteile für Sprengsätze bestellt worden. Was gefunden wurde, habe für den Bau noch nicht ausgereicht. Das Gericht setzte insgesamt 15 Verhandlungstermine bis Anfang Juni an.
I.Meyer--BTB