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Wegner verzichtet auf CDU-Spitzenkandidatur bei Berlin-Wahl
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) verzichtet auf die Spitzenkandidatur bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus im September. Der 53-Jährige begründete dies am Freitag damit, wegen der anhaltenden Kritik an seiner Kommunikation beim Stromausfall im Januar nicht mehr bei der Bevölkerung mit seinen Themen durchzukommen. Deshalb werde er den Kreisvorsitzenden der Berliner CDU am Abend den Verzicht auf die Spitzenkandidatur erklären.
Wegner hatte im Zusammenhang mit seinem Krisenmanagement bei dem Stromausfall die Unwahrheit gesagt. Er gab etwa an, ständig telefoniert zu haben. Inzwischen steht fest, dass dies nicht zutraf, sondern er Textnachrichten schickte. "Ja, ich habe kommunikative Fehler gemacht", sagte der CDU-Landesvorsitzende nun. Dies sei "Mist" gewesen.
Wegner sagte, er habe in den vergangenen Tagen festgestellt, dass er deshalb mit den Themen nicht mehr durchdringe. "Ich kriege es nicht mehr hin, Botschaften zu senden, weil eine andere Debatte alles andere überlagert", sagte er. In der Sache müsse er sich keine Vorwürfe machen - sein Krisenmanagement sei erfolgreich gewesen.
Wegner wollte sich nicht zu seinem persönlichen Favoriten für die Spitzenkandidatur äußern. In der Berliner CDU wird Finanzsenator Stefan Evers als Favorit gehandelt.
M.Odermatt--BTB