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Dürr patzt: Deutsches Kombi-Duo verpasst Medaille
Die Medaille war zum Greifen nah, am Ende standen Emma Aicher und Lena Dürr mit leeren Händen da. Das deutsche Duo verpasste trotz bester Ausgangslage bei der alpinen Ski-WM in der Team-Kombination einen Platz auf dem Podium. Dürr konnte die Vorlage von Aichers zweitem Platz aus der Abfahrt nicht nutzen, sie patzte im Slalom mit dem Ziel in Sichtweite schwer, am Ende reichte es nur zu Rang 16.
Premieren-Gold gewannen Abfahrtsweltmeisterin Breezy Johnson und Mikaela Shiffrin (USA) vor Lara Gut-Behrami und Wendy Holdener aus der Schweiz (+0,39 Sekunden) sowie Super-G-Weltmeisterin Stephanie Venier und Katharina Truppe (+0,53/Österreich). Jede Nation durfte vier Mannschaften melden. Die Laufzeiten von Abfahrerin und Slalom-Läuferin wurden addiert. Das zweite deutsche Duo mit Kira Weidle-Winkelmann (5. in der Abfahrt) kam nach dem Sturz von Jessica Hilzinger im Slalom nicht in die Wertung.
Aicher hatte am Vormittag die zweitbeste Zeit in der Abfahrt erzielt, 0,23 Sekunden hinter Lauren Macuga aus den USA. Zugleich verschaffte die 21-Jährige im Kampf um die Medaillen Dürr damit ein Polster von 0,28 Sekunden auf Rang vier, auf dem zunächst Team USA 1 mit Johnson und Shiffrin lag. Shiffrin stellte mit Gold den Rekord von 15 WM-Medaillen der legendären Christl Cranz ein.
Für die deutsche Mannschaft wäre es nach den zwei hervorragenden sechsten Plätzen von Aicher im Super-G und in der Abfahrt die erste von zwei erhofften Medaillen bei dieser WM gewesen. Zuletzt war eine Mannschaft des Deutschen Ski-Verbandes bei der WM 2007 in Are und bei Olympia 2018 ohne Podiumsplatzierung geblieben. Die Hoffnungen des DSV ruhen nun auf Dürr und Linus Straßer in den Spezialslaloms am Wochenende.
E.Schubert--BTB