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Rummenigge: Absage von München für Final Four wäre "peinlich"
Karl-Heinz Rummenigge hat mit Unverständnis auf die Ablehnung der Stadt München gegen eine mögliche Austragung des Final-Four-Turniers der Nations League im Sommer reagiert. "Ich fände es peinlich", sagte der langjährige Vorstandschef und heutige Aufsichtsrat des FC Bayern im Sport-Bild-Interview über die Pläne des Münchner Stadtrats, der UEFA und dem DFB eine Absage zu erteilen.
"Wie oft bekommt ein Land, eine Stadt ein Final Four auf dem Silbertablett präsentiert? München hätte weltweite Aufmerksamkeit", sagte Rummenigge: "Natürlich würden der Stadt dadurch Kosten entstehen, aber die Umsätze für die Hotels, Restaurants und Geschäfte durch die Touristenströme würden dies um ein Vielfaches kompensieren."
Laut Abendzeitung würde das Event die Stadt rund zwölf Millionen Euro kosten, Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter hatte das klare Nein zum "Nations-League-Dingsda" vergangene Woche zudem mit dem zu hohen organisatorischen Aufwand eine Woche nach dem Champions-League-Finale (31. Mai) in der bayrischen Landeshauptstadt begründet. "Wir haben nix dagegen, wenn ihr hier spielt", hatte Reiter betont, "allerdings werden wir keinen Euro dafür ausgeben und wir werden auch logistisch nicht in der Lage sein, ein Fan-Fest und was alles damit zusammenhängt, zu organisieren."
So seien der Olympia-Park und der Königsplatz bereits verplant. Über eine endgültige Absage will der Stadtrat in Kürze entscheiden. Er verstehe Reiter nicht, so Rummenigge, "zumal er beim FC Bayern im Verwaltungsbeirat sitzt und eine Fußball-Affinität hat. Er weiß doch, welchen Wert der Fußball für München hat."
Zu einer Titel-Runde in Deutschland kommt es, falls sich das DFB-Team im Viertelfinale gegen Italien durchsetzt. Hin- und Rückspiel finden im März statt. Neben München soll das Final Four vom 4. bis 8. Juni auch in Stuttgart ausgetragen werden.
F.Müller--BTB