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Nach Dopingsperre: Seidenberg kehrt doch aufs Eis zurück
Der frühere Eishockey-Nationalspieler Yannic Seidenberg setzt seine Spielerkarriere nach Ablauf seiner verkürzten Dopingsperre nun doch fort. Der 41-Jährige unterschrieb bei den Kassel Huskies in der DEL2 einen Vertrag, er darf ab dem 14. März eingesetzt werden. Schon seit Januar trainiert der Verteidiger in Kassel mit. Eigentlich wollte Seidenberg als Trainer ins Eishockey-Geschäft zurückkehren.
Nach einer positiven Trainingskontrolle auf die Dopingsubstanzen Testosteron und DHEA war der Olympiazweite von 2018 für vier Jahre gesperrt worden, in einer Streitbeilegung mit der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA) und der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) wurde die Sperre im Herbst 2024 um insgesamt 18 Monate reduziert. Er "setze alles daran, ab Mitte März 2025 meine Karriere im Eishockey als Trainer fortzusetzen", schrieb Seidenberg damals bei Instagram.
Nun soll es doch auf dem Eis weitergehen für den 173-maligen Nationalspieler, der mehr als 1000 Partien in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) absolviert hat und bis zu seiner Sperre für Red Bull München spielte. "Yannic hat in den vergangenen Wochen bei uns gezeigt, dass er noch längst nicht zum alten Eisen gehört. Nach dem unschönen vorzeitigen Karriereende brennt er nun darauf, sich noch einmal zu präsentieren", sagte Kassels Sportdirektor Daniel Kreutzer.
Die Huskies spielen um den Aufstieg in die DEL, Seidenberg soll in den Play-offs die Defensive verstärken und kann auch auf dem Flügel spielen. "Er hilft unserer Mannschaft mit seiner Präsenz und Erfahrung bereits seit seinem Einstieg in den Trainingsbetrieb weiter, zudem hat er sich auf dem Eis von Anfang an in sehr guter Verfassung gezeigt", sagte Kreutzer. Kassel hatte zuvor bereits den Ex-Mannheimer David Wolf verpflichtet, mit dem Seidenberg bei den Winterspielen in Pyeongchang Silber gewonnen hatte.
R.Adler--BTB