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Erneutes Vuelta-Chaos bleibt aus: Ayuso gewinnt
Am Tag nach dem Protestchaos vom Mittwoch ist die zwölfte Etappe der Spanien-Rundfahrt ohne größere Zwischenfälle über die Bühne gegangen. Der spanische Radprofi Juan Ayuso siegte nach einem sportlich ereignisreichen Teilstück über 144,9 km in Los Corrales de Buelna und feierte seinen zweiten Tagessieg bei der laufenden Vuelta. Topfavorit Jonas Vingegaard verteidigte ungefährdet sein Rotes Trikot des Gesamtführenden.
Ayuso, über dessen vorzeitigen Abschied vom UAE Team Emirates-XRG zum Saisonende es zuletzt einigen Wirbel gegeben hatte, setzte sich nach der kniffligen Etappe mit einem Anstieg der ersten Kategorie in der Schlussphase im Zweiersprint vor seinem Landsmann Javier Romo (Movistar) durch. Dritter wurde der 22 Jahre alte Franzose Brieuc Rolland (Groupama-FDJ), der im Ziel frustriert in Tränen ausbrach.
Auch die beiden deutschen Fahrer Michel Heßmann (Movistar) und Nico Denz (Red Bull-Bora-hansgrohe) waren zuvor Teil der riesigen, teils über 50-köpfigen Spitzengruppe des Tages gewesen - ins Finale konnten sie aber nicht entscheidend eingreifen. Denz belegte aber einen starken sechsten Platz. Ayuso lancierte am letzten Anstieg die entscheidende Attacke, der nur Romo folgen konnte.
Am Mittwoch hatte es auf der elften Etappe keinen Sieger gegeben, weil pro-palästinensische Demonstranten im Zielbereich für Chaos gesorgt hatten. Da sie sich in Bilbao mit teils riesigen Palästina-Flaggen an den Barrieren versammelt hatten und auf die Strecke drängten, sahen die Organisatoren die Sicherheit der Fahrer nicht gewährleistet. Die Zeitabstände wurden drei Kilometer vor dem Ziel gewertet.
Am Freitag wird es für die Fahrer bei der beinharten Vuelta 2025 noch anspruchsvoller. Drei große Anstiege sind auf dem Weg hinauf zur Alto de l'Angliru zu überwinden - inklusive einer brutalen fast fünfhundert Meter langen Rampe mit 20 bis 23 Prozent Steigung.
G.Schulte--BTB