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"Spieler drumherum": Nagelsmann schützt Debütant Collins
Sein Debüt dauerte nur 45 schreckliche Minuten, doch Nnamdi Collins zum Sündenbock abzustempeln, war Julian Nagelsmann zu billig. Er wolle nicht auf dem Frankfurter "rumhacken", sagte der Bundestrainer nach dem blamablen 0:2 (0:1) in der WM-Qualifikation in Bratislava gegen die Slowakei.
"Nnamdi hatte keinen super Tag, aber ich werde nicht einen Debütanten verantwortlich machen. Es sind Spieler drumherum, die unfassbar viele Spiele hatten", betonte Nagelsmann. Dennoch hatte er Collins zur Pause ausgewechselt.
Muss hinten rechts künftig wieder Kapitän Joshua Kimmich ran? "Das ist immer eine Option, das habe ich die ganze Zeit gesagt", meinte Nagelsmann. Dabei sollte Kimmichs Rückversetzung in die Zentrale dieselbe doch stabilisieren - das Gegenteil war an diesem düsteren Abend der Fall. "Das ganze Konstrukt war extrem instabil", sagte Nagelsmann zerknirscht.
Für Collins gebe es "intern ein paar Alternativen, aber wir haben da jetzt keinen Pool von fünf überragenden Spielern. Das ist einfach so." Tatsächlich ist der 21-Jährige der einzige gelernte Rechtsverteidiger im Kader.
Dass Collins "unglücklich" gespielt habe, "nehme ich auf meine Kappe", ergänzte Nagelsmann, "das habe ich zu verantworten, nicht er". Muss der Eintracht-Profi fürchten, künftig außen vor zu sein? "Er soll weiter Gas geben, er bringt viel mit", betonte Nagelsmann: "Sowas kann auch lehrreich sein."
C.Meier--BTB