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Klatsche in Paris: Zverev von Sinner gedemütigt
Alexander Zverev hat beim schnellen Wiedersehen mit Jannik Sinner eine bittere Klatsche kassiert und das Endspiel beim ATP-Masters in Paris verpasst. Der Weltranglistendritte aus Hamburg unterlag dem Wimbledon-Champion aus Italien am Samstag chancenlos mit 0:6, 1:6 und musste die Hoffnung auf die erfolgreiche Titelverteidigung in der französischen Hauptstadt begraben.
Nur sechs Tage nach der Finalniederlage in Wien verlor Zverev sein viertes Spiel in Folge gegen den Südtiroler. Der 28-Jährige muss weiter auf seinen achten Titel bei einem 1000er-Turnier warten. Während er Sinner am vergangenen Sonntag über drei Sätze noch stark Paroli geboten hatte, bekam er am Samstag überdeutlich die Grenzen aufgezeigt.
Sinner greift damit am Sonntag im Finale gegen den Kanadier Félix Auger-Aliassime, der im Halbfinale den Kasachen Alexander Bublik in zwei Sätzen besiegte, nach seinem fünften Turniersieg auf der ATP-Tour in diesem Jahr - und nach der Rückkehr an die Spitze der Weltrangliste. Gewinnt Sinner das Masters an der Seine, löst er am Montag wieder den Spanier Carlos Alcaraz ab.
Zverev hatte am Freitag in einem absoluten Nervenkrimi seinen Angstgegner Daniil Medwedew besiegt und eine Serie von fünf Niederlagen gegen den früheren Weltranglistenersten beendet. Von Selbstvertrauen war am Samstag gegen Sinner aber wenig zu sehen, Zverev spielte passiv und leistete sich viele einfache Fehler. Nach 20 Minuten lag er im ersten Satz mit 0:4 hinten.
Auf dem langsamen Court in der Rugby-Arena von La Défense fehlten Zverev gegen den soliden Sinner, der seinen 25. Sieg in Folge auf einem Hallen-Hardcourt feierte, die spielerischen Mittel. Zverev wirkte schon Ende des ersten Satzes platt, erstmals seit dem Halbfinale in Roland Garros 2023 gegen Casper Ruud verlor er einen Satz mit 0:6.
Auch im zweiten Durchgang fehlte ein Aufbäumen, auch wenn er sein erstes Aufschlagspiel durchbrachte. Beim Stand von 1:2 rief Zverev den Arzt und nahm aufgrund von Schmerzen im rechten Knöchel eine Tablette. Seinem Spiel half das nicht, Sinner ließ sich auf dem Weg zum Finaleinzug nicht mehr aufhalten.
E.Schubert--BTB