-
Woods direkt nach Unfall: Mit dem "Präsidenten" gesprochen
-
Mit nur 26 Jahren: Skispringer Lisso beendet Karriere
-
AFP-Zählung: Ex-Militärjunta-Chef Min Aung Hlaing zum Präsidenten von Myanmar gewählt
-
Schröder löst Playoff-Ticket - Sorgen um Doncic
-
Kubanische Regierung begnadigt mehr als 2000 Gefangene
-
SPD kritisiert "immer neue Forderungen" der Union zum Verbrenner-Aus
-
Neuer-Nachfolge? Urbig bleibt entspannt
-
Deutsche Curler schließen WM auf Rang neun ab
-
Junta-Chef: Menschen in Burkina Faso müssen Demokratie "vergessen"
-
Lerch nach Aus: "Haben das Herz auf dem Platz gelassen"
-
Hrubesch glaubt an Polzin-Ära beim HSV
-
Enrique vor Spitzenverdienst in Ligue 1: "Schön für mich"
-
Frankreich: EU-Abgeordnete wegen "Rechtfertigung von Terrorismus" in Polizeigewahrsam genommen
-
Bundesaußenminister Wadephul verteidigt Nato gegen Kritik Trumps
-
Polizei: Bewaffneter 20-Jähriger zündet Pyrotechnik in ICE
-
Artemis-Crew verlässt Erdumlaufbahn Richtung Mond
-
Hohe Spritpreise: Ricarda Lang fordert Recht auf Homeoffice
-
US-Verteidigungsminister drängt Heereschef inmitten von Iran-Krieg zum Rücktritt
-
Vorsprung reicht nicht: Wolfsburg verpasst Halbfinale
-
Nasa: Artemis-Crew kann Erdumlaufbahn Richtung Mond verlassen
-
Trump verkündet neue Zölle auf Medikamente und Metalle
-
"Sofort und bedingungslos": Rund 40 Staaten fordern Öffnung der Straße von Hormus
-
US-Vizepräsident Vance reist kurz vor Parlamentswahl zu Orban nach Ungarn
-
Totes Baby in Mülltonne in Niedersachsen: Ermittler schließen Straftat aus
-
Ritual an Gründonnerstag: Papst Leo XIV. wäscht zwölf Priestern die Füße
-
Hypothek zu groß: Frankfurt verpasst Europa-Cup-Finale
-
Trump feuert Justizministerin Bondi und ernennt früheren Anwalt Blanche
-
Trump ruft zu Boykott von Springsteen-Konzerten auf
-
US-Medien: Trump prüft Entlassung von Justizministerin Bondi
-
Tilly zu Moskauer Urteil: Das ist "zusätzliche Motivation"
-
Libysche Behörde: Beschädigter russischer Tanker im Mittelmeer "außer Kontrolle"
-
Teheran droht USA nach aggressiver Trump-Rede mit "vernichtenden" Angriffen
-
Lufthansa und Air France-KLM bieten um portugiesische Airline TAP
-
US-Außenhandelsdefizit steigt im Februar wieder
-
Nexperia-Chips können bald gänzlich in China produziert werden
-
Brief an Ministerkollegen: Klingbeil fordert weitere Entlastungen
-
Italien: Verbandspräsident Gravina und Buffon treten zurück
-
Frankreichs Linkspopulisten prangern Rassismus gegen schwarze Politiker an
-
US-Demokraten klagen gegen Trump-Dekret für erschwerte Briefwahl
-
Nachtflug nach L.A.: John Travolta stellt Regie-Debüt in Cannes vor
-
Fallschirmjäger-Skandal: Bundeswehr nennt Zahlen zu personellen Konsequenzen
-
Italien: Verbandspräsident Gravina tritt zurück
-
Vierte Hinrichtung im Iran im Zusammenhang mit jüngster Protestwelle
-
Tochter: Bekannte iranische Anwältin Sotudeh festgenommen
-
"Spiegel": Klingbeil schlägt neues Modell als Ersatz für Ehegattensplitting vor
-
Spritpreise steigen mittags erneut massiv - Rufe nach Entlastungen
-
Zahl der Asyl-Erstanträge im März erneut zurückgegangen
-
Ceferin warnt Italien vor möglichem Entzug der EM 2032
-
Trotz Dzeko-Ausfall: Muslic für Endspurt optimistisch
-
Urteil: Gastronomin mus 600.000 Euro an Coronahilfen zurückzahlen
Save the Children: Ukraine-Krieg ist "Krieg gegen Kinder" - Über 4000 Stunden Luftalarm seit Kriegsbeginn
Die Kinderrechtsorganisation Save the Children hat den Krieg in der Ukraine als "Krieg gegen Kinder" angeprangert. "Die Kinder leiden seit vier Jahren unter einer Dauerkrise", sagte der Geschäftsführer der Nichtregierungsorganisation, Florian Westphal, der Nachrichtenagentur AFP. In der Ukraine gebe es etwa 1,5 Millionen Kinder, bei denen es ein Risiko für Depressionen, Traumata, Angstzustände und Ähnlichem gebe. Seit Beginn des russischen Großangriffs am 24. Februar 2022 gab es nach Angaben von Save the Children durchschnittlich mehr als 4000 Stunden Luftalarm in der Ukraine - was etwa fünfeinhalb Monaten entspricht.
Westphal warnte vor der Gefahr, dass man in dem Krieg "zuerst auf die physischen Verletzungen achtet, weil die viel sichtbarer sind und viel deutlicher zum Ausdruck kommen, und die psychischen Verletzungen darüber vergisst". Kleine Kinder wüssten nicht, was passiert. Sie würden für immer mit den Erfahrungen des Kriegs leben müssen.
Bei einem Besuch in den ostukrainischen Regionen Charkiw und Sumy traf Westphal Ende Januar ein siebenjähriges Mädchen, wie er berichtete. Die Familie des Mädchens baue ihr Haus, das im vergangenen Jahr durch fünf russische Geschosse zerstört worden sei, mit Unterstützung von Save the Children wieder auf. "Das Mädchen hat mir das ganz stolz gezeigt, wo ihr Zimmer sein wird und strahlend erzählt, dass sie mit ihrem Vater das Dach repariere." Gleichzeitig habe die Mutter der Siebenjährigen ihm erzählt, "dass ihre Tochter nach dem Angriff jedes Mal, wenn es eine Explosion gab, am ganzen Körper gezittert habe", sagte Westphal.
Die Familie sei bei einer psychologischen Beratung gewesen und mache nun gemeinsam Atemübungen, wenn es Explosionen gebe, das helfe ein bisschen. "Die Geschichte des Mädchens zeigt, wie häufig Kinder diese optimistische Weltsicht, diesen Blick nach vorn haben. Aber der Krieg bleibt allgegenwärtig."
Was mit Blick auf Erwachsene in der Ukraine auffalle, sei, dass sie "im Hier und Jetzt leben und versuchen, nicht zu sehr über die Zukunft nachzudenken", sagte Westphal weiter. "Die Menschen sprechen zum Beispiel kaum über Friedensverhandlungen oder Politik - nicht, weil es sie nicht interessiert, sondern weil sie vom Krieg in Beschlag genommen sind."
In sogenannten Bunkerschulen in der Nähe der ukrainischen Front wird versucht, ein Stück Normalität für Kinder aufrechtzuerhalten. Westphal hat eine solche Schule in der ostukrainischen Stadt Charkiw besucht: "Das ist wirklich beeindruckend, man geht eine Treppe herunter, durch eine schwere Stahltür und dann ist man in einer Schule sieben Meter unter der Erde." Dort gebe es 20 Klassenzimmer, eine kleine Cafeteria und ein Lehrerzimmer - "wie in einer normalen Schule, nur dass es keine Fenster gibt".
In normalen Schulen über der Erde müssen Kinder und Lehrkräfte sich bei jedem Luftalarm in einen Schutzraum zurückziehen. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022 haben die Menschen in der Ukraine laut Save the Children durchschnittlich mehr als 4000 Stunden lang Luftalarm erlebt - was etwa fünfeinhalb Monaten entspricht.
In der Hauptstadtregion Kiew und in einigen Frontgebieten habe sich der Alarm sogar auf insgesamt 7000 Stunden, also neuneinhalb Monate, belaufen, erklärte die Kinderrechtsorganisation. Inzwischen seien viele Menschen in der Ukraine so erschöpft davon, "dass sie nicht einmal mehr Schutzräume aufsuchen, sondern sich in ihren weniger sicheren Badezimmern oder Hausfluren aufhalten".
Was ihm nach vier Jahren Krieg Hoffnung mache, sei, dass in Deutschland weiter ein großes Interesse an der Lage der Menschen in der Ukraine bestehe, betonte Westphal. "Ich finde, dass es nach wie vor eine relativ große Solidarität mit den Menschen und den Kinder in der Ukraine gibt."
Die Hilfsorganisation Aktion gegen den Hunger verwies ihrerseits auf die "dramatische humanitäre Lage in der Ukraine". Insgesamt 10,8 Millionen Menschen seien auf humanitäre Hilfe angewiesen - 3,6 Millionen davon akut. Die Organisation warnte "angesichts der extremen Kälte und anhaltenden Angriffen vor einer weiteren Zuspitzung der Lage".
Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) erklärte, dass für viele Menschen "die Mischung aus Kälte, Angst um das eigene Leben und stetiger Unsicherheit zermürbend" sei. Die Ukraine erlebt derzeit den härtesten Winter seit Kriegsbeginn mit zum Teil zweistelligen Minusgraden.
Die russische Armee greift die Ukraine regelmäßig mit hunderten Drohnen und Raketen über Nacht an. Russland meldete unterdessen die Abwehr von mehr als hundert ukrainischen Drohnen. Die Luftabwehr habe "113 ukrainische Drohnen abgefangen und zerstört", erklärte das Verteidigungsministerium in Moskau am Donnerstag. Die Angriffe zielten demnach unter anderem auf die nordwestliche Region Pskow.
Am Dienstag und Mittwoch waren Vertreter Russlands und der Ukraine in Genf zu erneuten Verhandlungen über ein Ende des seit 2022 andauernden Konflikts unter Vermittlung der USA zusammengekommen. Die Gespräche gingen ohne greifbare Ergebnisse zu Ende.
A.Gasser--BTB