-
IAEA: "Einige Tonnen Nuklearmaterial" in Syrien gefunden
-
Britischer Klimaschutz-Versuch: Weniger Kondensstreifen durch Google-Technologie
-
Klimaschutz im Grundgesetz: Klingbeil warnt Union vor Blockade
-
Russische Wahlkampf-Einmischung: Frankreichs Justiz ermittelt
-
US-Sender ABC verklagt Medienaufsichtsbehörde wegen drohenden Lizenzentzugs
-
BSW-interner Streit: Voigt sieht Koalition in Thüringen gestärkt
-
Belgischer Außenminister muss bei Besuch in Kiew in Luftschutzbunker
-
Bis 2029: VfB verlängert mit Sportvorstand Wohlgemuth
-
Wadephul weist Lawrows Drohung als "absurde Propaganda" zurück
-
Feuerwehr will Brand im Osten Belgiens "einkreisen"
-
"Ende der Brandmauer": BSW-Spitzenkandidaten legen vor Wahlen im Osten nach
-
Russische Cyberangriffe auf Kandidaten: Frankreichs Justiz ermittelt
-
Löwen-Coup: Jónsson kommt 2027 aus Magdeburg
-
In Wohnung in Hessen getöteter 20-Jähriger: Tatverdächtiger festgenommen
-
Britischer Premier bestätigt Nachrichten-Austausch mit falscher US-Stabschefin
-
Menschen absichtlich angefahren: Psychiatrie für 27-Jährigen in Brandenburg
-
Astronautin Adenot als erste Französin auf Außeneinsatz im All
-
Wahlen in Sambia: Präsident Hichilema für zweite Amtszeit wiedergewählt
-
DFB-Schiris: WM-Regeln weitgehend auch in der Bundesliga
-
Waldbrände: Richterbund lehnt Strafverschärfungen ab
-
Comeback geplatzt: Hartenstein fällt mit Knöchelverletzung aus
-
Füllkrug kehrt nach Bremen zurück
-
Lebenslange Haft für 43-Jährigen nach Mord an Bekanntem in Keller in Hessen
-
Drohnenvorfall in Leipzig: Dobrindt vermutet Verbindungen zu anderen Anschlagsplänen
-
US-Konzern OpenAI setzt auf potenziell weltgrößtes KI-Rechenzentrum in Ohio
-
Hitze und Trockenheit: Bauern erwarten leicht unterdurchschnittliche Ernte
-
Vergewaltigungsverdacht: Ermittlungen gegen früheren Pariser Priester
-
Coldcase in Rheinland-Pfalz: Prozessbeginn mehr als 30 Jahre nach Sexualmord
-
Schleswig-Holstein: Großrazzia wegen mutmaßlicher Geldwäsche in Clanmilieu
-
Kriegsverbrechensvorwürfe auf Facebook: Gericht senkt Ordnungsgeld gegen Meta ab
-
Von Wahl in Niedersachsen ausgeschlossen: Auch AfD-Vizelandeschef scheitert vor Gericht
-
Konjunkturerwartungen von Finanzexperten ziehen weiter an
-
Präsidentschaftswahl in Frankreich: Justizminister verzichtet auf Kandidatur
-
Zentrum Drohnensicherheit eröffnet - Dobrindt: Zentraler Baustein bei Abwehr
-
Bis 2031: BVB holt Veerman aus Eindhoven
-
Trump und Weißes Haus attackieren US-Journalistin wegen Frage zu Präsidenten-Mitarbeiterin
-
Untersuchung: 2025 zehn Prozent mehr Unternehmensschließungen als im Vorjahr
-
204.000 Tonnen weniger als im Vorjahr: Apfelernte voraussichtlich schlecht
-
Behörden: Feuerwehr will Brand im Osten Belgiens "endgültig einkreisen"
-
Drohende Gesundheitsgefahr durch Brand im Hohen Venn für Anwohner
-
Hessen verbietet israelfeindlichen Palästina-Verein
-
Bauernpräsident: Wetterumschwung rettet Ernte kaum
-
IMK-Vorsitzender Grote fordert klarere Strategie bei Drohnenabwehr
-
Matthäus sieht Kane als Hauptanwärter für Ballon d'Or
-
US-Regierung legt Bau von Grenzschutzanlage in Nationalpark in Texas auf Eis
-
Stärkster Anstieg seit 2016: 15 Prozent mehr Baugenehmigungen im ersten Halbjahr
-
Sachsen-Anhalts Regierungschef Schulze warnt vor Wahl des BSW
-
Landwirtschaftsminister Rainer: Lebensmittel werden wegen Dürre nicht sofort teurer
-
Erdbeben in Kolumbien: Shakira verspricht Hilfe beim Wiederaufbau von Schulen
-
Behörden: Region Moskau von 620 ukrainischen Drohnen ins Visier genommen
Umfrage zeigt hohe Erwartung an deutschen Sozialstaat - und Bereitschaft zum Zahlen
Die Menschen in Deutschland haben einer Umfrage zufolge hohe Erwartungen an den Sozialstaat - und sind auch bereit, dafür zu zahlen. Die am Mittwoch vorgestellte Erhebung "Sozialstaatsradar 2026" zeige, "dass die Menschen nach wie vor solidarische Sicherungssysteme wollen und dass die Privatisierung sozialer Risiken als Alternative von großen Teilen abgelehnt wird", sagte DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel in Berlin. Dies gelte für die sozialen Sicherungssysteme bei Rente, Gesundheit und Pflege.
In der Umfrage zeigten sich 75 Prozent der befragten Beschäftigten bereit, höhere Beiträge zu zahlen, wenn damit stabile oder bessere Rentenleistungen gesichert werden. Jeder Achte zeigte sich sogar offen dafür, deutlich höhere Beiträge zu zahlen, wenn dadurch das Rentenniveau angehoben wird.
"Der Sozialstaat ist den Menschen etwas wert", resümierte Peer Rosenthal, Hauptgeschäftsführer der Arbeitnehmerkammer Bremen. "Sie wissen aber auch: Gute Leistungen gibt es nicht umsonst." Wer Sicherheit im Krankheitsfall oder im Alter wolle, müsse den Sozialstaat auch solide finanzieren - "und dazu ist auch die große Mehrheit der Versicherten bereit", sagte Rosenthal.
Der DGB und die Arbeitnehmerkammern Bremens und des Saarlands, die die Erhebung in Auftrag gegeben haben, werteten die Ergebnisse als Absage an einen Rückbau des Sozialstaates. In Deutschland "könnten sich eigentlich nur Millionäre mit einem schwache Sozialstaat einrichten", sagte Piel. Für alle anderen seien etwa die hohen Zuzahlungen bei der Pflege nicht verkraftbar. "Der Auftrag an die Politik ist klar: Das Sicherungsniveau muss steigen."
Die bestehenden Unterschiede zwischen gesetzlicher und privater Absicherung im Bereich Gesundheit und Pflege würden von einer großen Mehrheit als ungerecht empfunden, heißt es in der Studie. Eine große Mehrheit spreche sich dafür aus, dass mehr Menschen in die Sicherungssysteme einzahlen müssen.
Fast 80 Prozent sprechen sich für ein Ende der privaten Kranken- und Pflegeversicherung und für eine Bürgerversicherung aus - darunter sogar eine Mehrheit der Privatversicherten. 77 Prozent der Befragten befürworteten im "Sozialstaatsradar" eine gemeinsame Rentenversicherung, rund 60 Prozent wollten Eigenanteile in der Pflege begrenzen oder abschaffen.
Ein Generationenkonflikt bei der Rente ist den Urhebern der Studie zufolge nicht erkennbar: 71 Prozent der 18- bis 29-jährigen Befragten seien bereit, höhere Beiträge zu zahlen, wenn die Rente stabil bleibt oder höher ausfällt. 74 Prozent lehnten eine weitere Anhebung des gesetzlichen Rentenalters ab. Mehr als die Hälfte äußerten die Erwartung, den Beruf nicht bis zur früheren Regelaltersgrenze von 65 Jahren ausüben zu können.
Der DGB und die Arbeitnehmerkammern leiteten aus den Ergebnissen eine Reihe von politischen Forderungen ab. "Der Sozialstaat scheitert nicht am Geld, sondern am fehlenden politischen Mut zu verlässlich guten Leistungen", schreiben sie. "Wer Sicherheit will, muss sie gerecht finanzieren - etwa durch einen größeren Versichertenkreis. Auch Unternehmen stehen hier in der Verantwortung."
In der öffentlichen Debatte werde der Sozialstaat "häufig als überholt dargestellt, als ineffizient und zu teuer", kritisieren die Autorinnen und Autoren. "Dieser Diskurs über mehr Eigenvorsorge spiegelt jedoch nicht die Präferenzen der Bevölkerung wider."
Der "Sozialstaatsradar" erhebt einmal jährlich grundlegende Positionen zum Sozialstaat sowie zu den drei großen Themenfeldern Gesundheit, Pflege und Rente. Für die aktuelle Erhebung wurden Vom 7. bis 20. Januar 2026 insgesamt rund 3000 Menschen befragt.
R.Adler--BTB