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Bundesregierung lehnt Boykott von Fußball-WM in USA ab
Die Bundesregierung hat sich gegen einen Boykott der Fußball-WM in den USA ausgesprochen. Sie halte dies "nicht für den richtigen Weg", sagte der stellvertretende Regierungssprecher Stefan Meyer am Mittwoch in Berlin. "Politische Auseinandersetzungen sollte man auf politischer Ebene austragen und den Sport entsprechend den Sport sein lassen."
Sport-Staatsministerin Christiane Schenderlein (CDU) hatte bereits zuvor darauf verwiesen, dass die Bundesregierung hier nun eine abgestimmte Position habe. "Das unterstützen wir nicht", sagte sie der "Süddeutschen Zeitung" vom Mittwoch. "Der Sport darf dafür nicht instrumentalisiert werden." Darüber hinaus finde die kommende WM ja nicht nur in den USA statt, sondern auch in Kanada und Mexiko.
Regierungssprecher Meyer verwies darauf, dass die Entscheidung über einen Boykott von Sportgroßveranstaltungen grundsätzlich bei den zuständigen Verbänden liege. Dies respektiere die Bundesregierung. Angesichts der öffentlichen Diskussion habe sie sich nun aber doch positioniert.
Im Zusammenhang mit den US-Drohungen gegenüber Grönland hatten mehrere Politiker einen Boykott der WM ins Spiel gebracht. Die Bundesregierung wollte dazu bislang keine Stellung beziehen. Noch Ende Januar betonte Staatsministerin Schenderlein auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP, Entscheidungen über den Boykott von Sportgroßveranstaltungen lägen "ausschließlich bei den zuständigen Sportverbänden, nicht bei der Politik".
Die WM findet vom 11. Juni bis 19. Juli 2026 in den USA, Kanada und Mexiko statt. Deutschland hat sich qualifiziert.
F.Müller--BTB