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Erneutes DSV-Debakel bei 22. WM-Sieg von Bö
Die deutschen Biathleten haben beim 22. WM-Triumph von Dominator Johannes Thingnes Bö ein erneutes Debakel erlebt. Als bester Athlet des DSV-Quartetts landete Philipp Horn in der Verfolgung über 12,5 km auf dem 17. Rang. Immerhin verbesserte sich Horn nach einem indiskutablen Sprint noch um 27 Plätze. Schon am Samstag hatte das deutsche Team maßlos enttäuscht.
Dagegen präsentierte sich Sprint-Weltmeister Bö einmal mehr in bestechender Form. Der 31-Jährige triumphierte mit zwei Schießfehlern vor dem erneut überraschend starken Amerikaner Campbell Wright (1/+8,6 Sekunden), schon im Sprint Zweiter, und dem Franzosen Eric Perrot (1/+20,8). Horn kam mit einem Schießfehler mit 2:28,8 Minuten Rückstand ins Ziel. Justus Strelow (3) wurde 31., Philipp Nawrath (7) musste sich mit Rang 44 begnügen.
Für den "Bö-minator" war es der 22. WM-Erfolg. Am Samstag hatte er bereits bei seinen letzten Titelkämpfen die Bestmarke seines legendären norwegischen Landsmanns Ole Einar Björndalen überboten. Horn sprach nach seiner Verbesserung von "Spaß und Selbstvertrauen", das er mit in die nächsten Rennen nehme. Er habe sich am Sonntag "wie ein anderer Mensch gefühlt".
Kurz zuvor hatte Franziska Preuß Gold im Verfolger bei den Frauen geholt. Es war die dritte Medaille für den Deutschen Skiverband nach Silber für Preuß im Sprint und Platz drei im Mixed-Wettbewerb.
Bei der WM steht am Dienstag (15.05 Uhr/ZDF und Eurosport) das Einzelrennen der Frauen über 15 km auf dem Programm. Bei den Männern geht es am Mittwoch (15.05 Uhr/ARD und Eurosport) im Einzel über 20 km weiter.
H.Seidel--BTB