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Juwel Bischof trifft: Befreiender TSG-Sieg in Bremen
Juwel Tom Bischof trifft und die TSG Hoffenheim atmet auf: Der hochveranlagte Youngster hat die zuvor schwer kriselnden Kraichgauer zu einem eminent wichtigen Auswärtssieg bei Werder Bremen geführt. Das Team von Trainer Christian Ilzer setzte sich am Sonntag mit 3:1 (2:1) durch und baute sich ein Polster von sieben Punkten auf die direkten Abstiegsplätze auf.
Werder, das seit fast elf Jahren auf einen Heimsieg gegen Hoffenheim wartet und die Europapokalplätze aus den Augen verliert, ging früh durch ein Eigentor von Stanley Nsoki (7.) in Führung. Der Franzose erlebte ein unschönes Déjà-vu, im Hinspiel war er mit Rot vom Platz geflogen. Diesmal kämpfte sich Hoffenheim schnell zurück, belohnte sich für eine Druckphase mit dem Ausgleichstreffer von Anton Stach (28.). Bischof, der ab der kommenden Saison für Bayern München spielt, drehte dann die Partie (44.), Gift Orban legte das 3:1 nach (63.).
Der Druck auf die TSG war eine Woche nach dem 0:4 gegen Union Berlin durch den Erfolg des VfL Bochum noch einmal deutlich angewachsen. Die Partie brauchte dann keine Anlaufzeit. Nach dem bitteren Auftakt für Nsoki, der bei der spektakulären 3:4-Hinspielniederlage nach 3:0-Führung zur tragischen Figur geworden war, berappelte sich sein Team schnell. Hoffenheim spielte mit hoher Intensität und hatte per Direktabnahme von Andrej Kramaric (18.) die erste große Gelegenheit, Michael Zetterer reagierte im Bremer Tor blendend.
Werder hatte nun sichtlich Probleme mit den flinken Gästen und kam nur zu gelegentlichen Entlastungsangriffen. Kurz vor dem 1:2 spielte Marco Grüll seinen Angriffspartner Marvin Ducksch frei, doch der Abschluss des 30-Jährigen wurde noch vom Brasilianer Arthur Chaves geblockt (41.). Dann kam der Auftritt des 19-jährigen Bischof, der sich im schnellen Passspiel mit Kramaric und Finn Becker in Position spielte und dann überlegt aus etwa 18 Metern flach ins Eck vollendete.
Die Bremer wurden mit einigen Pfiffen ihrer Anhänger in die Kabine geschickt, kamen dann personell verändert zurück. Ole Werner drückte mit einem dreifachen Wechsel seine Unzufriedenheit klar aus, unter anderem wurde Ducksch durch André Silva ersetzt. Werder mühte sich, doch Hoffenheim blieb mutig. Auch an der Entstehung des 3:1 war Bischof beteiligt, der mit einer reifen Leistung überzeugte.
O.Bulka--BTB