-
Arzt in Brandenburg wegen Kindesmissbrauchs in 130 Fällen angeklagt
-
Lebenslange Haft in Mordprozess um beim Joggen überfahrenen Ehemann in Dresden
-
Sarkozy-Prozess: Staatsanwaltschaft fordert erneut sieben Jahre Haft
-
EU-Behörde: Keine Hinweise auf Mutation von Hantavirus
-
Linken-Vorsitz: Schwerdtner und Pantisano treten zusammen an
-
Trump zu Besuch in Peking eingetroffen - Gespräch mit Xi am Donnerstag geplant
-
Verbot von islamischem Kulturverein Nuralislam in Nordrhein-Westfalen ist rechtens
-
Zwei Festnahmen nach tödlichem Raubüberfall auf 93-Jährigen in Köln
-
Gericht zieht Immobilien im Wert von fast halber Million Euro von 36-Jähriger ein
-
Tesla will in Grünheide 1500 Stellen für Batteriezellenfertigung schaffen
-
Nach Schüssen und Erpressungsversuchen: Großrazzia mit 570 Polizisten in Berlin
-
NFL: Patriots im November Lions-Gegner in München
-
Erneute israelische Angriffswelle im Libanon: Mindestens neun Tote
-
ADAC: Spritpreise erneut gesunken - Tankrabatt kommt "großteils" an
-
Korruption: Zweieinhalb Jahre Haft für Regensburger Ex-Oberbürgermeister Wolbergs
-
Charles III. stellt inmitten von Debatte über Premier Starmer Regierungsprogramm vor
-
IEA: Wegen Hormus-Blockade werden Ölreserven im Rekordtempo angezapft
-
Gericht: Beschäftigte von Ryanair-Tochter können in Berlin Betriebsrat gründen
-
Erste Auslandsreise von Prinzessin Kate seit ihrer Krebsdiagnose
-
AFP-Journalisten: Trump zu Besuch in China eingetroffen
-
Zwei Festnahmen bei Durchsuchungen wegen Drogenhandels in großem Stil in Berlin
-
Nach 21 Jahren beim SC: "Chicco" Höfler hört auf
-
Altkanzler Scholz fordert Ende der Debatten um Minderheitsregierung
-
Kreuzfahrtschiff in Bordeaux unter Quarantäne: Magen-Darm-Beschwerden
-
Philippinischer Ex-Polizeichef will sich internationalem Haftbefehl entziehen
-
Grünen-Politiker Özdemir ist neuer Ministerpräsident Baden-Württembergs
-
Neue Regeln für den Heizungskeller: Bundeskabinett beschließt Reform der Reform
-
Managerin: Autohersteller BYD aus China spricht über Kauf von Werken in Europa
-
FC Bayern: Neuer vor Verlängerung
-
Tödliche Attacke auf Zugbegleiter: Einzelheiten aus Ermittlungen veröffentlicht
-
Ermittlern aus Rheinland-Pfalz gelingt Schlag gegen Kokainhandel - neun Festnahmen
-
Weltkriegsbombe in Wiesbaden entschärft
-
Buchautor: Brigitte Macron verliert Einfluss auf ihren Mann
-
Toter Mann auf Parkplatz in Baden-Württemberg: 41-Jähriger wurde erschossen
-
Prozess gegen Aktivisten wegen Blockade von Leipziger Flughafen eingestellt
-
Kreis spürt keinen besonderen Druck: "Teil des Geschäfts"
-
Grünen-Politiker Özdemir zu neuem Ministerpräsident Baden-Württembergs gewählt
-
Bundeskabinett beschließt Ausschreibung neuer Gaskraftwerke
-
Erneute israelische Angriffswelle im Süden des Libanons: Mindestens acht Tote
-
Ein Ticket für mehrere EU-Länder: Brüssel will lange Zugreisen einfacher machen
-
Zehn Jahre Haft für Tötung von Mann mit 22 Messerstichen auf Feier in Hessen
-
Bundeskabinett verabschiedet neues Heizungsgesetz
-
Verfassungsschützer und Politiker warnen vor KI-Modell Mythos
-
"Mogelpackung": Verbraucherschützer gewinnen gegen Milka-Hersteller
-
"Schlicht falsch": Krösche ärgert WM-Ausbootung Larssons
-
Bayern: Arbeiter fällt von umstürzendem Gerüst und stirbt
-
Normalisierungsprozess: Türkei und Armenien nehmen indirekte Handelsbeziehungen wieder auf
-
Bundesregierung beschließt Strafverschärfung bei Vergewaltigung mit K.O.-Tropfen
-
"So schnell wie möglich": Wunderläufer Sawe startet in Berlin
-
Rauchverzicht und bessere Behandlung: Rückgang von Herzinfarkten in Deutschland
Lemke begrüßt Naturschutzabkommen als "Schutzschirm für unsere Lebensgrundlagen"
Die Bundesregierung begrüßt die Einigung auf der Weltnaturkonferenz im kanadischen Montreal auf ein neues, weltweites Abkommen. "Der Beschluss von Montreal spannt einen Schutzschirm für unsere Lebensgrundlagen auf. Die Staatengemeinschaft hat sich dafür entschieden, das Artenaussterben endlich zu stoppen", erklärte Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne), die als deutsche Verhandlungsführerin an der Konferenz teilnahm. Umweltverbände äußerten sich zurückhaltender, sehen aber auch Fortschritte.
Die Ziele seien jetzt klar: "Mindestens 30 Prozent der weltweiten Landes- und Meeresfläche werden bis 2030 unter Schutz gestellt, die Gefährdung von Mensch und Umwelt durch Pestizide und gefährliche Chemikalien wird bis 2030 halbiert und umweltschädliche Subventionen von 500 Milliarden Dollar abgebaut", hob Lemke hervor. Daher sei dies "ein guter Tag für den weltweiten Natur- und Umweltschutz". Durch den Schutz der Natur "schützen wir uns selbst und sichern auch für unsere Kinder eine lebenswerte Umwelt".
Ein Sprecher des Bundesumweltministeriums sagte in Berlin, die geforderte Ausweisung von Schutzgebieten bedeute nicht, dass die Natur dort überall sich selbst überlassen werden müsse. Es sollten vielmehr "Formen nachhaltiger Nutzung möglich sein". In Deutschland seien, wenn auch die Landschaftsschutzgebiete einbezogen würden, "an Land schon deutlich über 30 Prozent unter Schutz gestellt", hob er weiter hervor, beim Meer sogar 45 Prozent der Fläche.
Bund und Länder arbeiteten gemeinsam daran, dass geschützte Lebensräume und ihr Beitrag zum natürlichen Klimaschutz "gestärkt und bei Bedarf wiederhergestellt werden", erklärte das Ministerium weiter. Schwerpunkt solle die Fortentwicklung der bestehenden Schutzgebiete sein. Verwiesen wurde auf den geplanten Aktionsplan Schutzgebiete sowie die beschlossene Moorschutzstrategie.
"Mit der Einigung von Montreal hat die Weltgemeinschaft eine starke neue Basis gelegt, auf der wir jetzt gemeinsam aufbauen können", erklärte Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD). "Von der biologischen Vielfalt hängen auch die Entwicklungschancen für Menschen auf der ganzen Welt ab", hob sie hervor. Von einem "Meilenstein" sprach Grünen-Chefin Ricarda Lang im Portal "t-online.de".
"Die Verhandlungsstaaten haben es geschafft, sich auf ein lückenhaftes, aber letztlich überraschend gutes Rahmenwerk zu einigen", erklärte der Umweltverband WWF. Die Vereinbarungen seien ein "vorgezogenes Weihnachtsgeschenk für den Planeten". Allerdings müssten Schwachstellen vor allem hinsichtlich einer nachhaltigen Landnutzung auch außerhalb von Schutzgebieten noch beseitigt werden.
"Mit der Vereinbarung bekennen sich die Nationen dazu, die Biodiversität zu erhalten und schützen", erklärte auch der Naturschutzbund Nabu. Allerdings reichten die Vereinbarungen nicht aus. "Die Welt rast in der Natur- und Klimakrise auf einen Abgrund zu. Doch statt entschieden zu bremsen, geht sie lediglich etwas vom Gas", kritisierte Nabu-Präsident Jörg-Andreas Krüger.
"Das Ziel, bis 2030 mindestens 30 Prozent des Landes und der Meere zu schützen, hat sich erfolgreich durchgesetzt. Insgesamt reicht das Abkommen jedoch nicht aus, um das Massensterben der Arten aufzuhalten", erklärte Greenpeace-Experte Jannes Stoppel. Da auch in Schutzgebieten industrielle Fischerei oder Holzeinschläge nicht prinzipiell ausgeschlossen würden, "existiert der Schutz zunächst nur auf dem Papier". Dies gelte auch für Schutzgebiete in Deutschland, kritisierte Stoppel.
"Der Weltnaturschutzgipfel hat einen Rahmen für den internationalen Natur- und Artenschutz geschaffen, der nun mit Inhalten gefüllt werden muss", erklärte die Deutsche Umwelthilfe. So fehlten bisher klare Regeln, um "Fortschritte zu messen und zu überwachen". Ähnlich äußerte sich der Deutsche Naturschutzring (DNR). Es sei daher "umso wichtiger, dass konkrete Regelungen auf EU-Ebene festgelegt werden und Deutschland hier mit starker Stimme vorangeht", forderte DNR-Geschäftsführer Florian Schöne.
T.Bondarenko--BTB