-
Nato startet Mission "Arctic Sentry" - Deutschland beteiligt sich mit Kampfjets
-
Pistorius hält Debatte um europäischen Atomschirm für "falsches Signal"
-
Merz und Macron fordern bei Industriegipfel Wirtschaftsreformen
-
Debakel droht: Wendl/Arlt nur auf Rang fünf
-
Kiew: Verbesserung der Sicherheitslage Voraussetzung für Wahlen in der Ukraine
-
Agrarminister Rainer sichert Milchbauern Unterstützung ohne Markteingriff zu
-
"Zentrale" Rolle: ICE auch bei Fußball-WM im Einsatz
-
Epsteins Mädchen-Jäger: Franzose Daniel Siad sah sich als "Fischer"
-
Druck auf den Iran: Netanjahu mit Trump im Weißen Haus zusammengekommen
-
Tarifverhandlungen bei der Bahn: GDL droht mit Abbruch der Gespräche und Streiks
-
Vorfall am Flughafen El Paso schürt Spekulationen zu US-Angriffen auf Drogenbanden in Mexiko
-
Pistorius: Deutschland beteiligt sich mit vier Kampfjets an Nato-Mission in der Arktis
-
Luftkampfsystem FCAS: Entscheidung bald erwartet - Kampfjet-Bau mit Frankreich offen
-
Tote Frau und schwer verletzter Mann in thüringischem Heiligenstadt gefunden
-
Führerschein soll durch Online-Theoriestunden und Fahren mit Eltern günstiger werden
-
Krankenversicherung: Warken kündigt Milliarden-Sparprogramm für den Sommer an
-
Großer Einigungsbedarf bei dritter Ländertarifrunde
-
Behörden: Vater und drei kleine Kinder bei russischem Angriff in Ostukraine getötet
-
Lautstark Geburtstag gefeiert: Polizei durfte Mann nicht in Gewahrsam nehmen
-
Frau auf offener Straße erschossen: Mann in Baden-Württemberg in Untersuchungshaft
-
Nato startet Arktis-Mission "Arctic Sentry" - Deutschland kündigt Beitrag an
-
US-Arbeitsmarkt: Mehr Jobs geschaffen als erwartet - aber keine Trendwende
-
Biathlon: Preuß vergibt Medaille beim letzten Schießen
-
Dritte Ländertarifrunde startet mit Einigungsbedarf
-
Warken: Bis 2030 sollen 20 Millionen Menschen elektronische Patientenakte nutzen
-
Netanjahu will bei Treffen mit Trump größtmöglichen Druck auf Iran erwirken
-
US-Medien: Vorübergehende Festnahme im Fall von entführter Mutter von Promi-Moderatorin
-
Rechtsstreit um Waffenbesitz: Erfolg für AfD-Mitglieder in Thüringen
-
Mehr als drei Jahre Haft wegen Anlagebetrugs mit Millionenschaden in Bayern
-
Liebesbetrug: Seniorin aus Baden-Württemberg verliert mehr als hunderttausend Euro
-
Schauspieler Harris Dickinson fühlt sich in Heimatstadt London "geerdet"
-
Führerschein soll auch mit Möglichkeit für private Übungsfahrten günstiger werden
-
Vor EU-Gipfel: Industrieverbände fordern wirtschaftspolitischen Kurswechsel
-
Neun Menschen in Schule und Wohngebäude in kleinem Ort in Kanada erschossen
-
Keine Medaille: Geiger platzt bei Oftebros Triumph
-
Bundesregierung treibt Barrierefreiheit voran - aber Kritik für geplantes Gesetz
-
Iran begeht 47. Jahrestag der Revolution inmitten großer Spannungen mit den USA
-
Nato startet Arktis-Mission "Arctic Sentry"
-
53-Jähriger bei Polizeieinsatz in Seniorenheim in Nordrhein-Westfalen erschossen
-
Studie: Lärm schadet Vögeln weltweit und stört beim Brüten
-
Helm-Causa: Heraskewytsch und IOC auf Konfrontationskurs
-
Kabinettsbeschluss: Netzagentur wird zentrale Anlaufstelle für den Bereich KI
-
Vergewaltigungsprozess von Avignon: Gisèle Pelicot erzählt in Memoiren ihre Geschichte
-
"Weiter so" keine Option: Chefin der Welthandelsorganisation fordert Reform
-
Für die Planungssicherheit: Elektroindustrie fordert Beibehaltung von Heizungsgesetz
-
Nexperia-Skandal: Amsterdamer Gericht ordnet Ermittlungen wegen Misswirtschaft an
-
Wie Sailer und Killy: Von Allmen holt drittes Gold
-
Prozess um tödliche Schüsse auf saarländischen Polizisten begonnen
-
Mit Kindern nach Syrien gereist: IS-Rückkehrerin in München vor Gericht
-
Studie: Klimawandel trug zu Bedingungen für Waldbrände in Argentinien und Chile bei
Guterres: Menschheit vor Wahl zwischen Klimasolidarität und kollektivem Selbstmord
"Kooperieren oder umkommen" - vor diese Wahl hat UN-Generalsekretär António Guterres die zur Weltklimakonferenz in Scharm el-Scheich angereisten Staats- und Regierungschefs gestellt. Entweder schlössen sie einen "Klimasolidaritätspakt oder einen kollektiven Selbstmordpakt", warnte Guterres am Montag in seiner Rede vor dem Plenum der COP27. Krisen wie der Ukraine-Krieg seien "keine Entschuldigung für ein Zurückfallen" im Klimaschutz. Auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) reiste zu der UN-Klimakonferenz.
"Die Menschheit hat eine Wahl: kooperieren oder umkommen", warnte Guterres in seiner Rede. Die Weltgemeinschaft dürfe nicht aus den Augen verlieren, dass der Klimawandel "die zentrale Herausforderung unseres Jahrhunderts" sei. Die Welt sei "auf dem Highway zur Klimahölle" und habe dabei den "Fuß immer noch auf dem Gaspedal", sagte Guterres.
In Scharm el-Scheich verhandeln seit Sonntag mehr als 190 Staaten zwei Wochen lang über die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens. Am Montag und Dienstag wollten sich zahlreiche Staats- und Regierungschefs persönlich in die Verhandlungen einschalten, mehr als hundert von ihnen trafen bereits am Montag ein.
Überschattet wird die Konferenz unter anderem vom russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und den damit zusammenhängenden Energie- und Ernährungskrisen. Guterres betonte, dass die Erderhitzung jedoch viel größere Dimensionen habe und viele der heutigen Konflikte mit "dem wachsenden Klimachaos" zusammenhingen. So habe der Ukraine-Krieg "die tiefgreifenden Risiken unserer Abhängigkeit von fossilen Energieträgern" offengelegt, sagte der UN-Generalsekretär.
Zugleich forderte Guterres Solidarität der reichen Industriestaaten mit ärmeren Ländern ein, welche jetzt schon massiv unter den Folgen der Erderhitzung litten. "Schäden und Verluste können nicht länger unter den Teppich gekehrt werden", sagte der UN-Chef. Das seit Jahren umstrittene Thema Finanzhilfen für klimabedingte Schäden und Verluste war am Sonntag immerhin als eigener Punkt auf der Verhandlungsagenda verankert worden.
Zudem forderte Guterres eine "historische" Vereinbarung zwischen den Industriestaaten und den ärmeren Ländern, damit alle Länder Zugang zu erschwinglichen erneuerbaren Energien bekämen. Guterres rief insbesondere die beiden größten Volkswirtschaften und Treibhausgasemittenten - USA und China - auf, eine solche Vereinbarung zu ermöglichen.
Das Paris-Abkommen hat als Ziel festgelegt, die Erderwärmung auf möglichst 1,5 Grad, mindestens aber deutlich unter zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Nach derzeitigem Stand steuert die Erde aber auf eine gefährliche Erhitzung von 2,4 bis 2,8 Grad bis zum Jahr 2100 zu. Schon jetzt nehmen klimabedingte Extremwetterereignisse wie Überschwemmungen und Dürren deutlich zu.
Auch Kanzler Scholz wollte sich am Montag in die Klimaverhandlungen einschalten. Er war zuletzt in die Kritik geraten, etwa weil er neue Gasfelder in Afrika finanziell unterstützen will. Mohamed Adow, Chef der Energiewende-Organisation Power Shift Africa, sagte in Scharm el-Scheich an Scholz gerichtet, dass "die Tage des Kolonialismus vorbei" seien.
Die Chefin der Klima-Allianz Deutschland, Christiane Averbeck mahnte, die richtige "Antwort auf Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine und die Energiekrise" sei das Vorantreiben der Energiewende.
Der Vorstandschef des Entwicklungshilfe-Bündnis Venro, Mathias Mogge, erklärte, Industriestaaten wie Deutschland müssten "endlich den Weg für einen Finanzierungsmechanismus freimachen, um für die klimabedingten Schäden und Verluste aufzukommen". Die Parlamentarische Staatssekretärin im Wirtschafts- und Klimaministerium, Franziska Brantner (Grüne), betonte im Gespräch mit der Mediengruppe Bayern (Montagsausgaben), Deutschland habe seine internationale Klimafinanzierung bereits "auf ein Höchstniveau angehoben".
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron kritisierte am Rande der COP27, die europäischen Länder seien "die einzigen, die zahlen". "Vor allem die USA und China" müssten sich bei Klimafinanzierung und der Verringerung des Treibhausgasaustoßes bewegen.
Ägyptens Staatschef Abdel Fatah al-Sisi sagte vor dem Konferenzplenum mit Blick auf die besonders hohen klimabedingten Schäden im globalen Süden, bei dieser Afrika-COP müsse den "Prioritäten" dieses Kontinents Rechnung getragen werden. "Ist es nicht höchste Zeit all diesem Leiden ein Ende zu machen?"
Y.Bouchard--BTB