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SAP vermeidet EU-Wettbewerbsstrafe - Zusagen an EU-Kommission angenommen
Der Softwarekonzern SAP hat sich mit der EU-Kommission auf Änderungen an seinem Lizenzangebot geeinigt und so ein Bußgeld wegen möglicher Wettbewerbsverstöße vermieden. SAP habe zugesagt, dass seine Kunden künftig einzelne Teile des Angebots buchen können, ohne für das Gesamtpaket zu zahlen, teilte die Kommission am Donnerstag mit. Die Zusagen sind für zehn Jahre rechtlich bindend, anderfalls droht ein Bußgeld.
Die Brüsseler Wettbewerbshüter hatten dem deutschen Konzern vorgeworfen, seine Vormachtstellung auszunutzen, um Kunden seinen Wartungs- und Kundenservice aufzuzwängen. Die Kommission kritisierte, der Service sei automatisch Teil einer SAP-Lizenz, ohne dass sich Unternehmenskunden für einen anderen Anbieter entscheiden können. Unternehmen seien durch gebündelte Lizenzen teils außerdem dazu gezwungen, SAPs Wartungsservice für Software zu bezahlen, die sie gar nicht benutzten.
Den Angaben zufolge erklärte sich SAP nun bereit, seine Lizenzen getrennt vom Wartungsservice anzubieten. Außerdem wird es unter bestimmten Umständen einfacher, eine SAP-Lizenz zu kündigen, etwa wenn ein Unternehmen bankrott ist. Außerdem soll es möglich sein, innerhalb eines Vertrags die Zahl der benötigten Lizenzen an eine veränderte Zahl an Mitarbeitern anzupassen.
SAP ist eines der wertvollsten Unternehmen im deutschen Aktienindex und ein weltweit führender Anbieter von Software und Cloud-Dienstleistungen für Unternehmen. Die Software kommt unter anderem in der Personalverwaltung zum Einsatz. Der Konzern hat seinen Hauptsitz in Walldorf in Baden-Württemberg.
J.Fankhauser--BTB