-
Streit um Förderung: AfD-nahe Stiftung verklagt Dobrindt wegen Rechtsbeugung
-
Gericht: Herzkranker Grundschüler darf nicht von Klassenfahrt ausgeschlossen werden
-
Vier Jahre nach Nord-Stream-Anschlägen: Erster Prozess beginnt in Hamburg
-
Anklage im Fall von Schüssen auf Polizisten in Rheinland-Pfalz erhoben
-
Verletzung im Training: Reitz fehlt Leipzig wochenlang
-
Schwere Vorwürfe: Waldorfschule in Dachsberg in Baden-Württemberg bleibt vorläufig zu
-
Russland schließt Goethe-Institute - Wadephul äußert Bedauern
-
Putin weist Spekulationen über weitere Mobilmachung für Ukraine-Offensive zurück
-
Entwurf für Beschlussvorlage: SPD-Fraktion erwägt Zerschlagung von Öl-Konzernen
-
Prozess gegen ersten Nord-Stream-Verdächtigen beginnt Mitte Oktober in Hamburg
-
Suche beendet: Kanu-Olympiasieger Rauhe wird Staatsminister
-
Polizei löst Blockadeaktion vor Lüttich-Kaserne in Köln auf
-
Vertauschte Rollen: US-Star Clooney wird beim Filmfestival in Venedig zum Fotografen
-
Kanu-Olympiasieger Ronald Rauhe wird neuer Sport-Staatsminister
-
US-Importverbot für humanoide Roboter: Deutsches Start-up hofft auf Ausnahme
-
Verbesserte Konjunktur: Wirtschaftsinstitute heben Wachstumsprognosen deutlich
-
Iran greift US-Stützpunkte am Golf an - Trump droht mit weiteren US-Angriffen
-
UNO: Versorgung Überlebender in Nepal bleibt "sehr, sehr, sehr schwierig"
-
Menschenrechtsgericht stellt knapp 900 Verfahren gegen Russland ein
-
Malta: Hunderte demonstrieren gegen Freispruch nach Mord an Enthüllungsjournalistin
-
Bekannte US-Feministin Gloria Steinem mit 92 Jahren gestorben
-
Türkische Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Erdogan-Rivalen Davutoglu wegen Beleidigung
-
Urteil: Ex-Partner hat in Rheinland-Pfalz kein Bleiberecht in Mietwohnung
-
Sánchez weist erneut marokkanische Verantwortung für Ceuta-Krise zurück
-
Gericht: Steuerrückstände von Gastronomen rechtfertigen Entzug von Betriebserlaubnis
-
DIHK-Umfrage: Unternehmen spüren Druck aus China - wählen aber Flucht nach vorn
-
71-Jährige in Celle auf Fahrbahn gestoßen und verletzt
-
Rückreiseverkehr und Baustellen sorgen am ersten Septemberwochenende für volle Autobahnen
-
Russland will diplomatische Beziehungen zu Deutschland trotz neuer Spannungen nicht herabstufen
-
Rülke fordert sichtbaren Neustart der FDP und schließt neuen Parteinamen nicht aus
-
Berlin plant einheitliche Regeln für Gewalt, Krisen und Schulschwänzen
-
Wiederholte Fehlalarme und Gewaltvorwürfe beschäftigen Schulzentrum in Ludwigshafen
-
Regelmäßiger Alkoholkonsum junger Erwachsener erreicht historischen Tiefstand
-
iOS 27 soll eine Mobilfunknummer zwischen zwei iPhones übergeben können
-
All-in-One WP Migration: Sicherheitslücke kann über manipulierte Archive bis zur Codeausführung führen
-
Schulze weist generelles Kontaktverbot der CDU zur Linken zurück
-
Jahre nach sächsischem Munitionsskandal: Schießplatzbetreiber in Schwerin verurteilt
-
Datensatz für KI-Training: Bundesgerichtshof prüft Nutzung von Foto
-
Weimarer Dreieck: Wadephul betont enges Verhältnis zu Frankreich und Polen
-
Benzinpreis steigt auf neues Allzeithoch
-
Sport und Kunst beliebteste Schulfächer - Chemie und Physik laut Umfrage hinten
-
UNO rechnet mit stärkstem El Niño seit Beginn der Aufzeichnungen vor 40 Jahren
-
Nach WM-Gold: Springreiter Vogel erstmals Weltranglistenerster
-
Wadephul bedauert Schließung der Goethe-Institute in Russland
-
E-Auto-Trend setzt sich fort: Anteil an Neuzulassungen steigt über 32 Prozent
-
Linken-Kandidatin entschuldigt sich nach Wasserwurf bei Wahlforum in Halle
-
Berlin-Wahl: CDU liegt in neuer Umfrage knapp vor Linken
-
Drei Brände halten Berliner Feuerwehr mit mehr als 120 Kräften in Atem
-
Super E10 erreicht nach neuer Eskalation im Irankrieg nominalen Preisrekord
-
Bayerisches LKA prüft politischen Hintergrund nach Brandattacke in München
Deutsche Linksextremisten stellen sich nach Angriffen in Ungarn Behörden
Sieben im Zusammenhang mit Angriffen auf mutmaßliche Rechtsextremisten in der ungarischen Hauptstadt Budapest gesuchte mutmaßliche Linksextremisten haben sich nach Angaben ihrer Verteidiger den Behörden in Deutschland gestellt. Der Schritt sei "freiwillig" erfolgt, erklärten die Anwältinnen und Anwälte der Beschuldigten in einer am Montag in Berlin verbreiteten Erklärung. Damit verbunden sei der Wunsch, sich in einem Verfahren in Deutschland zu verteidigen und der Auslieferung nach Ungarn zu entgehen.
"In Ungarn droht ihnen eine Verurteilung zu einer überlangen Haftstrafe von bis zu 24 Jahren in einem Strafverfahren, das rechtsstaatlichen Grundsätzen nicht genügt", erklärten die sieben Verteidigerinnen und Verteidiger. Die Haftbedingungen in Ungarn seien "menschenunwürdig", eine Auslieferung verstoße gegen "grund- und menschenrechtliche Vorgaben".
Die bislang untergetauchten mutmaßlichen Linksextremisten sollen im Februar 2023 an Angriffen auf mutmaßliche Neonazis in Budapest beteiligt gewesen zu sein. Dort findet jährlich der sogenannte Tag der Ehre statt, ein rechtsradikaler Aufmarsch, bei dem Teilnehmer aus ganz Europa unter anderem in SS- und Wehrmachtsuniformen mitlaufen. Mehrere Menschen, darunter tatsächliche und mutmaßliche Neonazis, wurden in den Tagen vor der Veranstaltung im Jahr 2023 angegriffen und teils schwer verletzt.
Die Anwälte kritisierten zugleich die Bundesanwaltschaft scharf, welche die Ermittlungen in dem Fall führt. Sie hätten der Karlsruher Behörde bereits vor mehr als sechs Monaten mitgeteilt, dass sich ihre Mandanten im Gegenzug für die Zusage einer Nichtauslieferung nach Ungarn den Behörden stellen wollten. Ein Gespräch darüber habe die Bundesanwaltschaft abgelehnt. Diese setze anscheinend auf "die abschreckende Wirkung jahrelanger Untersuchungshaft in Ungarn und maßloser ungarischer Verurteilungen".
Bereits im Oktober hatte die Bundesanwaltschaft in dem Tatkomplex die mutmaßliche deutsche Linksextremistin Hanna S. angeklagt. Sie soll ebenfalls an den Angriffen auf mutmaßliche Rechtsextremisten in Budapest beteiligt gewesen sein und wurde im Mai in Nürnberg festgenommen. S. wird der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung verdächtigt. Außerdem werden ihr versuchter Mord und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.
Im vergangenen Jahr sorgte in dem Zusammenhang außerdem die Auslieferung eines mutmaßlich linksextremen nichtbinären Menschen wegen Beteiligung an dem Angriff in Budapest nach Ungarn für Schlagzeilen. Maja T. sitzt seitdem in Ungarn in Untersuchungshaft. In dem Fall untersagte das Bundesverfassungsgericht eine Überstellung Ende Juni per Eilentscheidung. Der Beschluss erreichte die zuständigen deutschen Behörden jedoch erst, als T. schon auf dem Weg nach Ungarn war.
In ihrer Erklärung vom Montag gingen die Verteidigerinnen und Verteidiger auch auf diese Fälle ein und warfen der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe vor, "jegliches Augenmaß" verloren zu haben. Der Vorwurf eines versuchten Tötungsdelikts sei "rechtlich haltlos". T. befinde sich in Ungarn unter gesundheitsgefährdenden Umständen in Isolationshaft. "Die Zelle ist mit Bettwanzen und Kakerlaken verseucht und die Verpflegung völlig unzureichend."
Nach Informationen von Nord- und Westdeutschem Rundfunk stellten sich die sieben Gesuchten im Alter zwischen 21 und 27 Jahren unter anderem am Amtsgericht Kiel und an den Polizeipräsidien in Köln, Bremen und Hamm. Eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft bestätigte dies zunächst nicht.
Die Eltern der Gesuchten appellierten in einer gemeinsamen Erklärung an die Justizminister von Bund und Ländern, die Auslieferung ihrer Kinder nach Ungarn zu verhindern. Es gehe um die "Einhaltung von Grund- und Menschenrechten" und die Möglichkeit für ein faires Verfahrens in Deutschland, betonten sie. Mit Blick auf die Haftbedingungen von T. in Ungarn sprachen sie von "Folter" mit dem Ziel, ein Geständnis zu erpressen.
Auch die Sprecherin für Antifaschismus der Linksfraktion im Thüringer Landtag, Katharina König-Preuss, forderte, eine neuerliche Auslieferung von Verdächtigen nach Ungarn zu verhindern. Ein rechtsstaatliches Verfahren und menschenwürdige Haftbedingungen seien in Ungarn nicht gewährleistet.
O.Bulka--BTB