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Streit um Weihnachtsmarkt in Magdeburg: Einigung auf schärferes Sicherheitskonzept
Im Streit um den wegen Sicherheitsbedenken vorerst nicht genehmigten Weihnachtsmarkt in Magdeburg haben sich die beteiligten Behörden am Mittwoch auf ein verschärftes Schutzkonzept geeinigt. Das teilten die Stadt Magdeburg und das Landesverwaltungsamt von Sachsen-Anhalt nach einem Krisentreffen mit. Demnach wurden eine Reihe zusätzlicher Maßnahmen für die Sicherheit vereinbart. Am Montag soll die Umsetzung bei einer gemeinsamen Begehung geprüft werden und abschließend über die Markteröffnung entschieden werden.
Zuletzt hatte sich Ministerpräsident Rainer Haseloff (CDU) in den Konflikt eingeschaltet und vermittelt. Der Weihnachtsmarkt in der Landeshauptstadt und dessen Sicherheit sind von hoher symbolischer Bedeutung: Vor bald einem Jahr kam es dort zu einem Autoanschlag mit sechs Toten und mehr als 300 Verletzten. Der Mordprozess gegen den 51-jährigen mutmaßliche Täter begann am Montag vor dem Landgericht Magdeburg.
Nach Angaben des Landesverwaltungsamts einigten sich die Behörden am Mittwoch "nach intensiven Gesprächen"auf ein Sicherheitskonzept. Es sehe "risikominimierende und sicherheitserhöhende Maßnahmen" vor, die vom Veranstalter und der Stadt "zu realisieren" seien, hieß es. Ein Stadtsprecher sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Stadt Magdeburg habe "Hausaufgaben" bekommen. Am Montag werde bei einer abschließenden Begehung mit der Polizei final entschieden, ob der Markt öffnen könne.
Vor einigen Tagen war bekannt geworden, dass die Stadt den Markt wegen Sicherheitsbedenken vorerst nicht genehmigt. Grund war nach Angaben von Magdeburgs Oberbürgermeisterin Simone Borris (parteilos) ein Schreiben des übergeordneten Landesverwaltungsamts, in dem das Sicherheitskonzept bemängelt und die Veranstaltung als ein "potenzielles Anschlagsziel" bezeichnet wurde. Die Stadt Magdeburg nehme diese Einschätzungen sehr ernst, können diese aber teils nicht nachvollziehen, fügte sie hinzu.
H.Seidel--BTB