-
Tote Frau in Kühltruhe in Bielefeld: Todesursache nach Obduktion noch nicht geklärt
-
Bundestag lehnt Entkriminalisierung des Schwarzfahrens ab
-
Rutte und von der Leyen wollen Rüstungsproduktion in Europa steigern
-
Bundeswehr bereitet sich auf Minenräumen in der Straße von Hormus vor
-
Streit um WM-Transportkosten: FIFA weist Forderungen zurück
-
Auch das Wetter passt: Zverev im Viertelfinale von München
-
Lufthansa stoppt Flugangebot von Cityline
-
Streit um Erlös aus gemeinsamer Immobilie mit früherem Manager: Erfolg für Bushido
-
Grünes Licht für Strompreissubvention für energieintensive Industrie
-
Verkehrsunfall: Früherer Torhüter Manninger gestorben
-
Bandenbetrug mit Büchersammlungen: Mehr als fünf Jahre Haft in Hannover
-
Spitzensteuersatz: CDU-Generalsekretär gegen Erhöhung am unteren Ende der Steuergruppe
-
Festnahme bei Razzia gegen Brandenburger Geldwäschenetzwerk
-
74-Jähriger wird in Bayern von Zug erfasst und getötet
-
Eta über Hasskommentare: "Grundsätzliches Thema"
-
Reiche: Deutschland hat keinen Mangel an Kerosin
-
Razzia in nordrhein-westfälischer Transportbranche - Festnahmen und Waffenfunde
-
ATP-Turnier in München: Altmaier im Achtelfinale gescheitert
-
Türkei scheitert: World Athletics lehnt Nationenwechsel ab
-
Bund, Länder und Gemeinden erstellen Streichliste für Behinderten- und Jugendhilfe
-
Iran-Krieg: Verstärkte Bemühungen um zweite Verhandlungsrunde zwischen Washington und Teheran
-
Schlag gegen weltweite Cyberkriminalität: Auch Deutscher in Gewahrsam
-
EU-Kommission genehmigt deutschen Industriestrompreis
-
Groß angelegte Durchsuchungen gegen Schwarzarbeit in München
-
Brandkatastrophe von Crans-Montana: Weitere Amtsträger im Visier der Ermittler
-
Endgültige Entwarnung nach Polonium-Verdacht in Baden-Württemberg
-
Linken-Vorsitz: Abgeordneter Pantisano kandidiert und will van Aken beerben
-
China warnt Bürger vor "bösartigen" Kontrollen bei der Einreise in die USA
-
EU-Kommission: Google soll Suchmaschinen-Daten an Konkurrenten weitergeben
-
Behörden: Deutlich mehr rechte Gewalttaten in Brandenburg
-
Asylverfahren an der Grenze: Haft auch weiter entfernt zulässig
-
Meghan: Ich werde seit zehn Jahren im Internet "jeden Tag gemobbt und angegriffen"
-
Israel kündigte Gespräche von Netanjahu mit libanesischem Präsidenten Aoun an
-
Lockerung von US-Sanktionen für russisches Erdöl wird nicht verlängert
-
CDU-Generalsekretär lehnt Entlastungsprämie für Beamte kategorisch ab
-
Presse: Winkel will zur Wiederwahl als Chef der Jungen Union antreten
-
FC Bayern: Einnahmen von über 100 Millionen Euro sicher
-
Todesschütze an Schule in der Türkei hatte offenbar frauenfeindliches US-Vorbild
-
Studie: Neue Alzheimer-Wirkstoffe haben keinen Zusatznutzen
-
Nordrhein-Westfalen: Politisch motivierte Kriminalität mit neuem Höchststand
-
Tankrabatt im Bundestag: Opposition kritisiert wirkungslose Krisenmaßnahme
-
Nach Tötung zweier Menschen in Bistro in Hessen: Video und Bilder veröffentlicht
-
Studie: Einschnitte bei der Rente treffen auch und gerade jüngere Versicherte
-
Jährlich 44.000 Todesfälle und sieben Millionen Klinikbehandlungen wegen Alkohols
-
US-Demokraten wollen Verteidigungsminister Hegseth seines Amtes entheben
-
"War blöd von mir": Nagelsmann entschuldigt sich bei Undav
-
Nach Facebook-Sperrung: Seite von Playboy Deutschland wieder online
-
Umfrage: Junge Menschen zeigen sich im Netz oft glücklicher als in Wirklichkeit
-
Von Frankreich festgesetzter Schattenflotten-Öltanker setzt Fahrt nach Strafe fort
-
Russland feuert hunderte Drohnen auf die Ukraine ab - 16 Tote und über hundert Verletzte
Tankrabatt im Bundestag: Opposition kritisiert wirkungslose Krisenmaßnahme
Wirkliche Entlastung an den Zapfsäulen oder wirkungslose Krisenmaßnahme: Der Bundestag hat am Donnerstag erstmals die umstrittenen Pläne der Regierungskoalition zur vorübergehenden Senkung der Mineralölsteuer auf Benzin und Diesel wegen der hohen Spritpreise infolge des Iran-Kriegs debattiert. Die Regierungsfraktionen Union und SPD verteidigten den Tankrabatt. Grüne und Linke warnten davor, dass Mineralölkonzerne die Steuersenkung nicht vollständig weitergeben könnten. Die AfD forderte stattdessen eine deutliche Erhöhung der Pendlerpauschale.
Am Montag hatten die Spitzen der schwarz-roten Koalition Entlastungen wegen der Energiekrise durch den Iran-Krieg vorgestellt. Neben der Möglichkeit für Arbeitgeber, eine steuer- und abgabenfreien Prämie von 1000 Euro zu zahlen, gehört dazu der Tankrabatt. Vorgesehen ist, ab dem 1. Mai für zwei Monate die Mineralölsteuer auf Benzin und Diesel um jeweils 17 Cent je Liter zu senken.
Dies sei "eine gute Maßnahme, weil sie schnell wirkt", sagte die SPD-Abgeordnete Wiebke Esdar im Parlament. Sie sei auch "gerecht, weil sie genau dort entlastet, wo die Preise in den letzten Wochen so in die Höhe geschnellt sind". Durch eine Verschärfung des Kartellrechts sei sichergestellt, dass die Mineralölkonzerne die Steuersenkung auch wirklich an die Verbraucher weitergeben müssten.
Die schwarz-rote Koalition sende mit dem Tankrabatt "zielgerichtet ein Entlastungssignal" an Berufspendler und das Transport- und Speditionsgewerbe, sagte der CDU-Abgeordnete Mathias Middelberg. Er räumte gleichzeitig ein: "Es ist keine volle Entlastung, es ist nur eine Unterstützung. Wir können nicht gegen alle Risiken absichern".
Die AfD warf der Regierung vor, sie selbst profitiere über höhere Steuereinnahmen am stärksten von der Verteuerung an der Zapfsäule. "Sie kassieren mehr als die Hälfte an der Tanke ab", sagte der Abgeordnete Kay Gottschalk. Die AfD fordert die Erhöhung der Pendlerpauschale für Autofahrer auf 50 Cent je Kilometer sowie eine Abschaffung der CO2-Steuer.
Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge nannte die Neuauflage des schon von der Ampel-Koalition genutzten Tankrabatts "eine Schnapsidee". Mineralölkonzerne würden dies erneut nutzen, um bei den Verbrauchern "abzukassieren". Die Grünen forderten deshalb eine Übergewinnsteuer, um Sondergewinne der Ölkonzerne in der Krise abzuschöpfen. Dröge forderte die Regierung auf, statt des Tankrabatts Geld direkt über einen Auszahlungsmechanismus an unterstützungsberdürftige Bürgerinnen und Bürger zu zahlen.
Linken-Fraktionschefin Heidi Reichinnek bezeichnete die Entlastungspläne der Regierung als "grottenschlecht". Auch sie forderte eine Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne, "um diese Spirale der Gier zu durchbrechen". Wirksamer als der Tankrabatt seien aus Sicht der Linken zudem ein "Energiekrisengeld", die Wiedereinführung des Neun-Euro-Tickets im Nahverkehr und die Senkung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel.
Die Entlastung durch den Tankrabatt wird laut Bundesfinanzministerium Steuerausfälle von 1,6 Milliarden Euro verursachen. Laut einer Studie der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen würde die Steuersenkung aber vor allem Gutverdiener entlasten, da diese im Schnitt mehr Kraftstoff verbrauchen.
Nach Simulationen der Aachener Forscher würden die einkommensstärksten zehn Prozent der Haushalte für den gesamten Zeitraum um 21,64 Euro entlastet, berichtete der "Spiegel" am Donnerstag vorab aus der Studie. Am stärksten würden höhere bis hohe Einkommen mit bis 31,06 Euro profitieren. Die zehn Prozent der einkommensschwächsten Haushalte kämen hingegen nur auf 6,48 Euro Entlastung.
Der Bundestag wird sich schon kommende Woche abschließend mit dem Entlastungsgesetz befassen. Damit dieses zum 1. Mai in Kraft treten kann, muss der Bundesrat eine Sondersitzung am 24. April ansetzen. Dies gilt als wahrscheinlich, eine endgültige Entscheidung ist aber noch nicht gefallen.
Auch wenn der Zeitplan eingehalten wird, dürfte Sprit ab dem 1. Mai nicht sofort überall billiger werden. Grund ist, dass die Besteuerung in den Tanklagern erfolgt, die dem Verbrauch durch die Endkunden "weit vorgelagert" ist, wie es im Gesetzentwurf heißt. Dies könne "dazu führen, dass Kraftstoff, der in den ersten Tagen nach der Steuersenkung verkauft wird, noch mit dem originären Steuersatz versteuert worden ist."
S.Keller--BTB