-
RKI-Bericht: Bereits rund 15.800 hitzebedingte Todesfälle in diesem Sommer
-
Ifo: Unternehmen streichen weniger Jobs - In Summe aber weiter Arbeitsplatzabbau
-
Warken schließt Kanzlertausch nach Ost-Wahlen aus
-
Kolumbiens Präsident will zwei Ex-Guerrillaanführer an die USA ausliefern
-
Reallöhne steigen im zweiten Quartal um 1,5 Prozent
-
Miersch verteidigt Abschaffung der "Rente mit 63" - Sonderregeln für Härtefälle
-
Verfolgungsjagd mit Polizei: Mit über 150 km/h durch Dortmunder Innenstadt
-
"Durchbruch": Tarifabschluss im Einzelhandel in NRW erzielt
-
Verbraucherstimmung deutlich verbessert
-
SPD-Fraktionschef Miersch vor Wahl in Sachsen-Anhalt: "Da ist noch Spiel"
-
US-Medien: CIA-Direktor Ratcliffe warnte in Moskau vor Angriff auf Nato-Staaten
-
US Open: Muchova/Mensik holen Mixed-Titel
-
Verheerende Sturzflut: Mehr als 1300 Menschen in Nepal und Tibet vermisst
-
Nepals Katastrophenschutzbehörde meldet nach Sturzflut 823 Vermisste
-
NFL: Meister Seahawks werden für 10 Milliarden verkauft
-
Nach Carragher-Kritik: Rolfes verteidigt Wirtz
-
"Ein paar Tränen": Becker sieht sich im Kino seiner Kindheit
-
"Letzten Meter machen": Diaby vor Bayer-Rückkehr
-
"Überrascht" vom Verband: Kukuk kritisiert Kommunikation
-
TK-Umfrage: Fast die Hälfte der Jugendlichen für Altersgrenze in sozialen Medien
-
US-Erdbebenwarte: Verheerende Sturzflut in Nepal durch Gletscherabbruch ausgelöst
-
Erste Debatte französischer Präsidentschaftskandidaten
-
Koalitionsfraktionen stecken bei Klausur weiteren Reformkurs ab
-
Chef des Dachverbandes der DDR-Opfer kritisiert Linken-Forderung nach Enteignung
-
Chiphersteller Nvidia legt im Quartalsumsatz um mehr als das Doppelte zu
-
Nvidia verdoppelt Umsatz und Gewinn im zweiten Quartal
-
Union Berlin: Querfeld als Verkaufskandidat? Uduokhai-Transfer im Raum
-
Spanien: Mbappé-Dreierpack bei Mourinhos Rückkehr
-
Servette-Frauen unterliegen Sparta Prag im Quali-Hinspiel
-
"Ich labere nicht": Schulze und Siegmund liefern sich in Sachsen-Anhalt Rededuell
-
Sana Surselva kippt Schließung der Geburtshilfe in Ilanz
-
Lucid Gravity im Test: Luxus-ElektrosUV mit Frunk-Sitzbank
-
Verheerende Sturzflut: Mindestens 160 Tote und hunderte Vermisste in Nepal und Tibet
-
Volvo Cars setzt Jim Rowan ab: Håkan Samuelsson kehrt als CEO zurück
-
Vor Wahl in Sachsen-Anhalt: Heftiges Rededuell zwischen Kandidaten von CDU und AfD
-
Schweizer Aussenpolitik und EU-Beziehungen im Fokus
-
Werteverlust und Sonderschulquote belasten thurgauische Schulen
-
Eisbären-Legende Rankel wird Bundestrainer
-
Zahl der Toten nach Überschwemmungen in Nepal steigt auf 157
-
Protest gegen fremdenfeindliche Gewalt: Salif Keita sagt Konzerte in Südafrika ab
-
Ex-"Tatort"-Kommissar Andreas Hoppe mit 66 Jahren gestorben
-
"TMZ": "Rocky Horror Picture Show"-Star Tim Curry mit 80 Jahren gestorben
-
Mit Herz und Ständchen: Auch die Royals würdigen verstorbene Dolly Parton
-
Bill Gates fordert Roboter-Steuer und andere Auflagen für KI
-
Ungarischer Autor und Holocaust-Überlebender Peter Nadas mit 83 Jahren gestorben
-
Zwei Tote nach Infektionen mit Malaria an Frankfurter Flughafen
-
Vor Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: AfD baut Vorsprung in Umfrage weiter aus
-
Mehr als 90 Tote bei Überschwemmungen in Nepal - Hunderte Touristen vermisst
-
Vuelta: Brennan gewinnt fünfte Etappe
-
Trump-Regierung droht mit Abriss des Kennedy Center in Washington
Verschärfter Konflikt zwischen Israel und Hisbollah - Evakuierungsaufrufe für Südbeirut
Die militärische Konflikt zwischen Israel und pro-iranischen Hisbollah im Libanon hat sich am sechsten Tag des Iran-Krieges weiter verschärft: Vor neuen Angriffen auf Hisbollah-Hochburgen rief die israelische Armee die Einwohner der dicht bevölkerten südlichen Vororte Beiruts in einer neuen Warnung zur Evakuierung auf. Die libanesische Regierung erhöhte derweil den Druck auf die Schiitenmiliz und verbot "jegliche Aktivitäten" von Mitgliedern der iranischen Revolutionsgarden vom Libanon aus.
In einer Nachricht an die Bewohner der südlichen Vororte Beiruts, bekannt als Dahijeh, erklärte ein israelischer Armeesprecher: "Retten Sie Ihr Leben und verlassen Sie sofort Ihre Häuser." Daraufhin setzte am Donnerstagnachmittag eine Massenflucht der dortigen Bewohner ein, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten.
Kurz nach der israelischen Warnung wurden Schüsse in die Luft abgefeuert, um die Einheimischen zur Flucht zu drängen. An den Ausläufern der südlichen Vororte, in denen die Hisbollah ihre Hochburgen hat, bildeten sich massive Staus.
Zuvor hatte Israel mitgeteilt, dass seine Streitkräfte "mehrere Kommandozentralen der Hisbollah-Terrororganisation" im Süden Beiruts angegriffen hätten. Nach Angaben libanesischer Behörden wurden seit Montag mindestens 72 Menschen getötet, 437 weitere verletzt und 83.000 vertrieben.
Israel hatte bereits zuvor seinen Aufruf für Zivilisten im Südlibanon erneuert, sich wegen militärischer Aktionen in Sicherheit zu bringen. Die Warnung betraf die Ortschaften südlich des Flusses Litani und die Städte Tyros und Bint Dschbeil. Dem Aufruf waren neue Raketenangriffe der Hisbollah auf auf die israelische Region Galiläa vorausgegangen.
Der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch zufolge bergen die israelischen Evakuierungsaufrufe "ernsthafte Risiken von Verstößen gegen das Kriegsrecht". Die Aufforderung an alle Bewohner südlich des Litani-Flusses werfe "ernsthafte rechtliche und humanitäre Bedenken auf und nährt die Sorge um die Sicherheit der Zivilbevölkerung", sagte der Libanon-Experte bei Human Rights Watch, Ramsi Kaiss.
Der rechtsextreme israelische Finanzminister Bezalel Smotrich warnte derweil die Hisbollah vor einem "schweren Fehler". "Sehr bald wird Dahijeh Chan Junis gleichen", sagte Smotrich am Donnerstag unter Anspielung auf die Zerstörungen in der Stadt im Süden des Gazastreifens während des Gaza-Krieges, der vom Überfall der islamistischen Hamas auf Israel ausgelöst worden war.
"Wir schlagen dem Kraken im Iran den Kopf ab und werden gleichzeitig den Arm der Hisbollah abtrennen", sagte er in einer Videobotschaft bei einem Besuch an Israels Nordgrenze Israels. Israel hatte seine Militäroffensive im Libanon gegen die Hisbollah am Dienstag ausgeweitet. Verteidigungsminister Israel Katz kündigte die Einrichtung einer Pufferzone zum Schutz von Gemeinden im israelischen Grenzgebiet an.
Bereits am Morgen hatte Israel erneut einen Luftangriff auf den Süden Beiruts geflogen. Die israelischen Streitkräfte erklärten in der Nacht zu Donnerstag, "Infrastruktur" der Hisbollah in Beirut attackiert zu haben.
Der Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon war im Zuge des US-israelischen Kriegs gegen den Iran wieder eskaliert. Die vom Iran unterstützte Schiiten-Miliz hatte Israel am Montag mit neuen Raketen- und Drohnenangriffen überzogen. Die Hisbollah wird vom Iran finanziert und ist wie die islamistische Hamas im Gazastreifen und die Huthis im Jemen Teil von dessen "Achse des Widerstands". Erklärtes Ziel ist die Vernichtung Israels.
Hisbollah-Chef Naim Kassem hatte am Mittwochabend Vorwürfe zurückgewiesen, die Hisbollah sei für die aktuelle Eskalation im Libanon verantwortlich. Er kritisierte zudem die libanesische Regierung für ihr am Montag erlassenes "sofortiges Verbot" aller militärischen Aktivitäten der pro-iranischen Miliz.
Am Donnerstag legte die Regierung in Beirut nach: Der Ministerrat habe am Donnerstag beschlossen, "jegliche Aktivitäten" von Mitgliedern der iranischen Revolutionsgarden vom Libanon aus zu verbieten, erklärte Informationsminister Paul Morcos. Demnach sollen Revolutionsgarden-Mitglieder "von den zuständigen Justizbehörden" festgenommen werden, "um sie auszuweisen". Zudem brauchen Iraner demnach künftig ein Visum für die Einreise in den Libanon.
Der Iran hat die Hisbollah (deutsch: Partei Gottes) finanziert und bewaffnet: Entstanden ist sie 1982 während des libanesischen Bürgerkriegs, als Zusammenschluss schiitischer Milizen. Eine zentrale Rolle bei ihrer Gründung spielten die iranischen Revolutionsgarden, welche die Hisbollah in den folgenden Jahren mit Ausbildern und Waffen unterstützten. Die islamistische Ideologie der Hisbollah ist stark vom Iran beeinflusst.
Die USA und Israel hatten am Samstag massive Luftangriffe auf den Iran gestartet. Dabei wurden der oberste Führer Ayatollah Ali Chamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet. Der Iran reagierte mit Gegenangriffen auf Israel und US-Einrichtungen in der Golfregion.
L.Janezki--BTB