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Entschlossen gegen Norrie: Zverev im Achtelfinale
Alexander Zverev lächelte entschlossen, dann holte er sich die Glückwünsche seines starken Gegners am Netz ab: Der Weltranglistendritte kommt auf der Jagd nach seinem ersten Grand-Slam-Titel immer besser in Schwung. Auf seinem Weg ins Achtelfinale der Australian Open ließ sich Zverev auch vom ersten gesetzten Kontrahenten in diesem Jahr nicht aufhalten. Er schlug den Briten Cameron Norrie dank der bisher besten Turnierleistung mit 7:5, 4:6, 6:3, 6:1.
Auf seinem Lieblingscourt der Anlage im Melbourne Park verwandelte Zverev nach 2:46 Stunden den Matchball mit einem Ass und genoss den Applaus der Zuschauer in der John Cain Arena. Er zog zum siebten Mal in die Runde der besten 16 in Melbourne ein - seinem bisherigen Co-Rekordhalter Boris Becker gelang das in dessen Karriere nur sechsmal.
In sein Achtelfinalduell mit Francisco Cerúndolo wird der Vorjahresfinalist am Sonntag erneut als Favorit gehen. Gegen den Argentinier hat Zverev zwar eine negative Bilanz von 2:3 - die beiden Duelle auf Hartplatz gingen aber an den deutschen Topspieler.
Kurz nach 19 Uhr Ortszeit hatte Zverev die Arena zuvor mit konzentrierter Miene und dicken Kopfhörern auf den Ohren betreten. Und nach einem ruckeligen Beginn inklusive Break des Briten spielte er einen guten ersten Satz.
Der einzige verbliebene deutsche Profi im Turnier war in den entscheidenden Momenten zur Stelle und zog dem Linkshänder mit einem späten Break den Zahn. Der Knöchel, der beim Zweitrundenerfolg gegen Alexandre Müller aus Frankreich noch gezickt hatte, er schien Zverev diesmal nicht zu beeinflussen.
"Er ist ein super Spieler, kann ein sehr hohes Niveau spielen", hatte Zverev zuvor gewarnt. Und Norrie gab ihm im Anschluss recht. Zverev ließ in den ersten beiden Sätzen zwar nur zwei Breakbälle zu, doch beide nutzte der einstige Wimbledon-Halbfinalist Norrie. Den zweiten davon zum 1:1-Satz-Ausgleich.
Zverev, der sich eigentlich nicht viel vorzuwerfen hatte, schaffte es also wie schon in den beiden Runden zuvor nicht, ohne Satzverlust durchzukommen. Er ließ sich dadurch aber nicht nervös machen. Ein schnelles Break brachte ihn im dritten Satz zurück auf Kurs. Es blieb jedoch eine umkämpfte Partie "auf gutem Niveau", wie Becker am Eurosport-Mikrofon befand.
Ein kleines Kuriosum hatte das Match dann auch noch zu bieten. Immer wieder musste das Spiel kurz unterbrochen werden und Handtücher zum Einsatz kommen - um Vogelkot vom Court zu entfernen. Zverev nutzte die kleinen Pausen, um sich zu fokussieren und marschierte anschließend durch zum verdienten Sieg.
Sollte Zverev auch sein nächstes Match gewinnen, bahnt sich ein Duell mit seinem Angstgegner Daniil Medwedew im Viertelfinale an. Der Russe überstand am Freitag auch einen 0:2-Rückstand gegen Fabian Marozsan; er ist damit weiter auf "Kollisionskurs" mit dem Hamburger.
C.Kovalenko--BTB