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Erdnussbutter-Kunstwerk in den Niederlanden: 48 Fußabdrücke und ein "Schleck-Vorfall"
Ein Kunstwerk aus 390 Kilogramm Erdnussbutter hat 48.000 Menschen in ein Museum in den Niederlanden gelockt. Sie beschädigten die Kunstinstallation am Boden aber durch 48 Fußabdrücke, fünf heruntergefallene Handys und einen "Schleck-Vorfall", wie das Museum Boijmans Van Beuningen in Rotterdam am Dienstag mitteilte.
Das Kunstwerk, eine Hommage an den in diesem Jahr verstorbenen Künstler Wim T. Schippers, war zwei Monate lang in dem Museum zu sehen. Die Erdnussbutter wurde nach Vorgaben des Künstlers "so glatt wie möglich" und "ohne Klumpen" auf einer 25 Quadratmeter großen Fläche in Form eines Sechsecks auf dem Fußboden aufgetragen.
"48 Besucher machten einen verhängnisvollen Fehltritt. Fünf Telefone wurden herausgefischt. Es gab einen Schleck-Vorfall", teilte das Museum nun nach Ende der Ausstellung mit. Der Sprecher Rene Timmermans erläuterte auf Anfrage, vermutlich habe ein kleines Kind die Erdnussbutter probiert.
Nach zwei Monaten auf dem Boden des Musuem wird die Erdnussbutter nun entsorgt und kompostiert. Eine Spende etwa an einen Zoo oder an ein Tierheim sei leider nicht möglich gewesen, sagte Timmermans. Nach acht Wochen habe das Museum nicht mehr für Qualität und Hygiene der Erdnussbutter garantieren können.
Erdnussbutter ist in den Niederlanden ein beliebter Brotaufstrich zum Frühstück, vorzugsweise mit den als Hagelslag bekannten Schokostreuseln. Das Museum in Rotterdam verkaufte nach eigenen Angaben während der Ausstellung mehr als 400 Erdnussbutter-Sandwiches in seinem Café. "Die Kombination mit Hagelslag war am beliebtesten."
T.Bondarenko--BTB