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BKA meldet Razzien und Festnahmen bei Vorgehen gegen Geldwäsche-Netzwerke
Deutschen Ermittlern ist laut Bundeskriminalamt (BKA) bei international koordinierten Razzien ein Schlag gegen mutmaßliche Betrugs- und Geldwäschenetzwerke gelungen. Am Dienstag seien "zahlreiche Objekte" in Deutschland, Italien, Kanada, Luxemburg, den Niederlanden, Singapur, Spanien, den USA und Zypern durchsucht und "mehrere Personen" festgenommen worden.
Die Beschuldigten sollen Kreditkartendaten von Menschen aus 193 Ländern genutzt haben, um über professionell betriebene Schein-Webseiten mehr als 19 Millionen Abonnements abzuschließen. Dabei soll ein Schaden in Höhe eines "mittleren dreistelligen Millionenbetrags" entstanden sein. Zudem bestehe der Verdacht, dass die Beschuldigten zur Abwicklung von Zahlungen "vier große deutsche Zahlungsdienstleister kompromittiert" hätten.
Koordiniert wurde das Vorgehen demnach vom BKA und von der rheinland-pfälzischen Landeszentralstelle Cybercrime (LZC) der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz, ermittelt worden sei "in enger Zusammenarbeit und mit großer Unterstützung" der Financial Intelligence Unit (FIU) des Bundesfinanzministeriums und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin).
Die "Wirtschaftswoche" berichtete am Dienstag unter Berufung auf mit der Branche vertraute Kreise, im Zusammenhang mit den Ermittlungen seien der Gründer eines deutschen Finanzdienstleisters und sein langjähriger Geschäftspartner festgenommen worden.
Das BKA kündigte für Mittwochvormittag (10.00 Uhr) eine Pressekonferenz in Wiesbaden an, bei der Genaueres über die Ermittlungen bekanntgegeben werden soll.
W.Lapointe--BTB