-
Frau aus Moldau mit 60 Gläsern Kaviar an Hauptstadtflughafen BER aufgegriffen
-
Bundestag entscheidet am Freitag über verlängerte Entlastungsprämie
-
Fußgängerzone von Bad Harzburg: Wildschwein steckt mit Kopf in Metallzaun fest
-
Kohlekumpel in der Türkei im Hungerstreik - Bei Protest in Ankara festgenommen
-
Kabinett tagt zu IP-Adressenspeicherung und Reform der Notfallversorgung
-
25 Prozent der Erwerbstätigen im Homeoffice - Anteil leicht über EU-Durchschnitt
-
Containerschiff vor dem Oman von iranischem Schnellboot beschossen
-
Linnemann: SPD sollte bei Rente die Realitäten erkennen
-
Deutscher Pflegerat kritisiert Kürzungspläne Warkens scharf
-
Aus für Cityline: Lufthansa streicht 20.000 Kurzstreckenflüge bis Oktober
-
Kleindienst hoffnungsvoll: "Für die WM stehe ich jeden Tag auf"
-
"Nervt maximal": Gwinn hofft auf Einsatz im Saisonendspurt
-
Bei der Dankesrede: Teleprompter bringt Nowitzki ins Schwitzen
-
Trump verlängert vorerst Waffenruhe mit dem Iran
-
NHL: Sturm gleicht mit Boston aus
-
Warken will mehr als eine Milliarde Euro bei Notaufnahmen der Kliniken sparen
-
Niederlage für Trump: Bürger in Virginia stimmen für Neuzuschnitt von Wahlkreisen
-
Rückschlag für Spurs: Wembanyama erleidet Gehirnerschütterung
-
SPD kritisiert Nein Wadephuls zu Aussetzung des EU-Israel-Assoziierungsabkommens
-
Polizei: Zweiter Castortransport durch Nordrhein-Westfalen ohne Zwischenfälle verlaufen
-
Behörden: Schütze an Touristenattraktion war von Massaker in Columbine inspiriert
-
EU-Länder stimmen über Auszahlung des Milliarden-Kredits für die Ukraine ab
-
EU-Kommission stellt Strategie für Wege aus der Energiekrise vor
-
Wirtschaftsministerin Reiche stellt Frühjahrsprojektion der Bundesregierung vor
-
Kanzler Merz hält Rede bei Petersberger Klimadialog
-
Aktivist: US-Regierung will afghanische Ortskräfte in Katar in die DRKongo umsiedeln
-
AFP-Recherche: Plantagenholz aus Indonesien für "klimaneutrale" Verpackungen
-
Amnesty: "Unterdrückungsapparat" in Venezuela besteht weiter fort
-
Paris: Mediatoren für Kampfjet-Projekt FCAS fordern zehn zusäzliche Tage für Gespräche
-
Steinmeier fordert mehr bürgerschaftlichen Einsatz: "Unser Land braucht mehr Engagierte"
-
Chiles Ex-Präsidentin Bachelet hofft auf Bereitschaft der Welt für Frau als UN-Generalsekretärin
-
Staatsanwältin: Weinstein hat Schauspielerin Jessica Mann ausgenutzt
-
Nach Bayern-K.o.: Real siegt wieder - Camavinga ausgepfiffen
-
Pokalfinale verpasst: Kempf und Como verspielen Sieg über Inter
-
Trump: Waffenruhe mit dem Iran wird verlängert
-
Ex-Meister Leicester stürzt in die 3. Liga ab
-
Nowitzki in Hall of Fame der FIBA aufgenommen
-
Florida prüft Rolle von ChatGPT bei tödlichem Schusswaffenangriff auf Universitätscampus
-
Maradona-Tochter beklagt "Manipulation" der Familie
-
Selenskyj dankt Merz für Deutschlands "starke Unterstützung" für die Ukraine
-
Nach Druschba-Reparatur: EU dringt auf schnelle Freigabe der Ukraine-Hilfen
-
US-Vertreter: Abreise von JD Vance nach Pakistan verzögert sich wegen weiterer Beratungen
-
Zehnte Niederlage in Serie für 45 Jahre alte Venus Williams
-
Bedeutsames Referendum zu Neuzuschnitt von Wahlkreisen im US-Bundesstaat Virginia
-
Britische Aufsichtsbehörde untersucht Telegram wegen möglicher Kinderporno-Inhalte
-
Neue Verhandlungen zwischen Iran und USA kurz vor Auslaufen von Waffenruhe ungewiss
-
Machbare WM-Gruppe für deutsche Basketballerinnen
-
EU dringt nach Druschba-Reparatur auf schnelle Freigabe der Ukraine-Hilfen
-
Trumps Fed-Chef-Kandidat versichert US-Senatoren seine Unabhängigkeit
-
Papst Leo XIV. ruft bei Besuch in Äquatorialguinea zu "Recht" und "Gerechtigkeit" auf
Drogenboss Sebastián Marset in Bolivien gefasst und an USA übergeben
Der seit Jahren in Lateinamerika gesuchte Drogenboss Sebastián Marset ist am Freitag in Bolivien gefasst und den USA übergeben worden. Nach Angaben aus bolivianischen Regierungskreisen wurde der 34-Jährige im Morgengrauen "bei einer Polizeiaktion festgenommen". Wie im bolivianischen Fernsehen zu sehen war, übergaben ihn die Fahnder wenig später am Flughafen der Wirtschaftsmetropole Santa Cruz de la Sierra an Einsatzkräfte der US-Drogenfahndungsbehörde DEA.
Diese brachten Marset daraufhin nach Angaben aus bolivianischen Regierungskreisen in ein in den USA registriertes Flugzeug. Festnahme und Übergabe Marsets seien auf Grundlage eines "in den USA erlassenen Haftbefehls" erfolgt, sagte Boliviens Innenminister Marco Antonio Oviedo.
Gefasst wurde der berüchtigte Drogenboss den Regierungsangaben zufolge in einem noblen Viertel von Santa Cruz de la Sierra. Wie ein AFP-Korrespondent berichtete, waren dabei hunderte Polizisten im Einsatz. Außer Marset wurden vier weitere Menschen festgenommen.
Der aus Uruguay stammende Marset stand auf der Fahndungsliste der USA und weiterer Staaten. Für Hinweise zu seiner Ergreifung war ein Kopfgeld von zwei Millionen Dollar (gut 1,7 Millionen Euro) ausgesetzt. Im Mai 2025 hatte das US-Justizministerium Ermittlungen gegen ihn wegen Geldwäsche von Erlösen aus dem Drogenhandel über US-Banken eröffnet.
Den US-Ermittlern zufolge führte Marset ein Netz aus Drogenhändlern an, das mindestens 16 Tonnen Kokain nach Europa schmuggelte. Elf davon seien über den belgischen Nordseehafen Antwerpen abgewickelt worden. Bolivien, wo Marset nun gefasst wurde, ist nach Kolumbien und Peru das Land, in dem weltweit die drittgrößte Menge des aus der Koka-Pflanze gewonnenen Rauschgifts Kokain hergestellt wird.
Neben den Vereinigten Staaten wolle sich auch Paraguay um eine Auslieferung Marsets bemühen, erklärte der paraguayische Innenminister Enrique Riera. Es sei jedoch wahrscheinlicher, dass er letztlich in die USA gebracht werde. "Hauptsache, er wird inhaftiert", fügte Riera an.
Marset war seit Juli 2023 auf der Flucht. Damals war er kurz vor einer Polizeirazzia aus seinem Haus in Santa Cruz geflohen. Bereits zwischen 2013 und 2018 hatte er eine Haftstrafe wegen Drogenhandels in seinem Heimatland Uruguay verbüßt. Im Anschluss zog er erst nach Bolivien und schließlich nach Paraguay, hielt sich aber in noch weiteren Ländern Südamerikas auf.
Der fußballverrückte Marset wusch die Erträge seines Drogenhandels nach Erkenntnissen der Ermittler unter anderem auch, indem er unterklassige Profi-Mannschaften in Lateinamerika und auch Europa kaufte und sponserte - und sich teils selbst in die Startaufstellung stellte.
Einem Bericht der "Washington Post" zufolge zahlte er 10.000 Dollar in bar, um bei Spielen mit der Rückennummer 10 aufzulaufen, die bereits die südamerikanischen Fußball-Legenden Pelé, Diego Armando Maradona und Lionel Messi getragen hatten. Der US-Zeitung zufolge kennzeichnete Marset seine zwischen Sojabohnen und Keksen versteckten Drogenpäckchen mit dem Aufdruck "Der König des Südens".
Medienberichten zufolge sollen paraguayische Ermittler aber auch auf Textnachrichten gestoßen sein, in denen Marset um Ratschläge bat, wie er die Leichen getöteter Rivalen verschwinden lassen könne.
Nach der Tötung des mexikanischen Kartellchefs Nemesio "El Mencho" Oseguera ist Marset bereits der zweite einflussreiche Drogenboss binnen eines Monats, den Ermittler in Lateinamerika zu fassen bekommen.
Marsets Festnahme erfolgt vor dem Hintergrund einer politischen Annäherung zwischen Bolivien und den USA. Der rechtsgerichtete bolivianische Präsident Rodrigo Paz hatte im vergangenen Jahr die Wahl gewonnen und damit zwei Jahrzehnte sozialistischer Regierungen beendet, die unter dem indigenen Politiker Evo Morales begonnen hatten.
J.Bergmann--BTB