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Arcelormittal bestätigt Plan für Bau von elektrischem Hochofen in Dünkirchen
Nach Verzögerungen hat der Stahlkonzern Arcelormittal seine Pläne für den Bau eines elektrischen Stahlofens für eine klimafreundliche Stahlproduktion im französischen Dünkirchen bekräftigt. Der Bau des sogenannten Elektrolichtbogenofens solle etwa 1,3 Milliarden Euro kosten, teilte das Unternehmen anlässlich eines Werksbesuchs von Präsident Emmanuel Macron am Dienstag in Dünkirchen mit. Der neue Hochofen solle 2029 in Betrieb genommen werden und jährlich bis zu zwei Millionen Tonnen Stahl produzieren.
Nach Unternehmensangaben werden bei der Stahlproduktion künftig dreimal weniger klimaschädliches CO2 anfallen als in einem üblichen Hochofen. Die Hälfte der Investition soll durch einen Mechanismus finanziert werden, der Energiekonzerne verpflichtet, in energiesparende Vorhaben zu investieren.
"ArcelorMittal investiert und wandelt sich, um seine Stahlproduktion im Herzen der Europäischen Union zu sichern und seine europäischen Kunden zu bedienen", betonte der Chef von ArcelorMittal Europa, Reiner Blaschek.
Die CFDT-Gewerkschaft kritisierte die geplanten Investitionen als zu spät und unzureichend, um die 3200 Arbeitsplätze zu erhalten. Im Januar 2024 hatte ArcelorMittal angekündigt, die Produktion in Dünkirchen erheblich zu dekarbonisieren und beide dort befindlichen Hochöfen durch elektrische Öfen zu ersetzen. Angesichts der Stahlkrise, die durch Billigkonkurrenz aus China befeuert wird, schrumpfte das Vorhaben jedoch zusammen.
In den vergangenen Jahren hatte ArcelorMittal bereits einige Standorte geschlossen oder eingeschränkt, um Kosten zu sparen. Der Konzern will zudem tausende Jobs in IT, Logistik, und Wartung aus europäischen Niederlassungen des Konzerns nach Indien verlagern. In Frankreich stehen etwa 600 Arbeitsplätze auf dem Spiel.
M.Ouellet--BTB