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Pistorius: Deutschland beteiligt sich mit vier Kampfjets an Nato-Mission in der Arktis
Deutschland wird sich in einem ersten Schritt mit vier Eurofighter-Kampfjets an der Nato-Mission in der Arktis beteiligen. Das kündigte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) am Mittwoch in Brüssel an. Weitere Einzelheiten sollen nach seinen Angaben beim Treffen der Nato-Verteidigungsminister am Donnerstag besprochen werden.
Zusätzlich zu den vier Eurofightern stellt Deutschland für die Mission "Arctic Sentry" (Wächter der Arktis) laut Pistorius auch die "entsprechenden Betankungsmöglichkeiten in der Luft" bereit. Das Gebiet zwischen Grönland, Island und Großbritannien habe "eine zentrale Bedeutung" für die Wege in den Nordatlantik und darüber hinaus, betonte der Minister.
Zuvor hatte die Nato den Beginn der Arktismission verkündet. Es sei das erste Mal, dass alle Aktivitäten der Nato und ihrer Mitglieder im Arktisgebiet "unter einem Kommando zusammengeführt" würden, sagte Nato-Generalsekretär Mark Rutte.
Die Mission folgt Forderungen von US-Präsident Donald Trump, die Arktis vor russischem und chinesischem Einfluss zu schützen. Durch neu eröffnete Seewege infolge des Klimawandels ist das geostrategische Interesse an der Arktis von Seiten der USA, Chinas und Russlands deutlich gewachsen. Zudem lagern in der Region wertvolle Rohstoffe.
Die neue Mission soll nach Angaben des Oberkommandos der Alliierten Streitkräfte in Europa (Shape) die Aktivitäten der Nato-Mitglieder in der Region bündeln und damit "die Präsenz der Nato dort stärken". Geführt wird "Arctic Sentry" vom für den Norden zuständigen Nato-Kommando in Norfolk im US-Bundesstaat Virginia.
G.Schulte--BTB