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US-Energieminister Wright in Venezuela mit Übergangspräsidentin zusammengetroffen
Als bislang ranghöchster US-Vertreter seit der Gefangennahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro hat Energieminister Chris Wright das südamerikanische Land besucht. Wright wurde am Mittwoch von Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez im Präsidentenpalast in Caracas begrüßt. Wright wollte auch Vertreter des Ölsektors treffen.
US-Präsident Donald Trump hat wiederholt sein Interesse an den großen Erdölvorkommen Venezuelas bekundet - es sind die größten der Welt. Trump setzt dabei auf eine Zusammenarbeit mit der Regierung in Caracas, obwohl in ihr weiterhin Verbündete Maduros das Sagen haben. Maduro war Anfang des Jahres bei einem US-Militäreinsatz in Venezuela festgenommen worden. Er wurde dann nach New York gebracht. Dort soll ihm wegen "Drogenterrorismus" der Prozess gemacht werden.
Trump hat sich positiv über Übergangspräsidentin Rodríguez geäußert, obwohl sie die Stellvertreterin des linksnationalistischen Staatschefs Maduro vor. Nach dessen Gefangennahme war sie vom Obersten Gericht Venezuelas zu dessen vorläufigem Nachfolger ernannt worden.
Rodríguez hat es den USA seither erlaubt, venezolanisches Öl zu verkaufen. Zudem erleichterte sie ausländische Investitionen und ließ politische Gefangene frei. Washington lockerte seinerseits die Sanktionen gegen venezolanisches Öl. Trump erklärte, dass US-Ölkonzerne "Milliarden von Dollar" investieren würden, um die marode Infrastruktur zur Ölförderung wieder aufzubauen.
K.Thomson--BTB